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Das Philharmonische Tagebuch

So, 09. Dezember 2007

Nachrichten

 

Dem Komponisten auf den Zahn gefühlt!

Georg Friedrich Haas mit Schüler 

Einer der vielen spannenden Aspekte an zeitgenössischer Musik ist, dass man ihren Schöpfern persönlich begegnen kann. So geschehen, während der Probenphase zur Aufführung des Konzertes für Violoncello und Orchester von Georg Friedrich Haas unter Jonathan Nott. In einem Workshop vor dem gemeinsamen Probenbesuch berichtete der Komponist von seiner Arbeit, über dieses Werk im Speziellen und was es mit Obertönen, Schwebung und Mikrotonalität auf sich hat. Wer die Gitarre bei sich hatte, konnte gleich ausprobieren. Schließlich wurde Georg Friedrich von Fragen der 15 Jährigen gelöchert, die Profijournalisten nicht viel besser hätten stellen können.

Schüler: Möchten Sie mit diesem Stück etwas Bestimmtes aussagen?
Haas: Etwas Bestimmtes: Nein. Etwas Aussagen: Ja.
Wenn ich etwas Bestimmtes sagen wollte, wäre ich Schriftsteller geworden. Komponisten können etwas ausdrücken, und ich denke man kann mit Musik deutlicher ausdrücken als mit Sprache.

Schüler: Komponieren Sie täglich?
Haas: Würde ich gerne. Aber ich kann nicht wie ein Beamter täglich gleich viel arbeiten. Es gibt Tage an denen ich in ganz konzentrierten Phasen 14 Stunden vor dem Computer sitze, auch wenn das nicht gerade angenehm ist. Und es gibt kreative Tage. An so einem Tag ist mein Stück entstanden: Ein lieber Freund und ich haben uns in Brüssel getroffen und er hat mir etwas erzählt, was mich sehr berührt hat. Am nächsten Tag hatte ich frei. Ich fuhr mit dem Zug ans Meer und ging am Strand spazieren. Die Sache mit dem Freund war mir sehr nahe gegangen und auf einmal war die Form des Stückes da. Nachdem man den Anfang so leicht gefunden hat, beginnt aber erst die mühsame Kleinarbeit.

Schüler: Welche Instrumente spielen Sie eigentlich?
Haas: Ich habe einmal Klavier gespielt, aber seit 20 Jahren nicht mehr geübt. Ich musste mich entscheiden zwischen einem guten Komponisten oder einem durchschnittlichen Pianisten. Also habe ich mich für den Komponisten entschieden.

 

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