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Das Philharmonische Tagebuch

So, 16. Dezember 2007

Interna

 

Tod von Professor Otto Nessizius

Otto Nessizius wurde am 19. Mai 1922 in Wien geboren und entschied sich, nachdem er als Zwölfjähriger den ersten Violinunterricht erhalten hatte, 1937 für die Laufbahn als Berufsmusiker, trat er doch in diesem Jahr aus dem Realgymnasium aus und nahm in der Folge bei Ernst Morawec zunächst Privatstunden bzw. wurde 1939 nach bestandener Aufnahmsprüfung in dessen Klasse an der Akademie für Musik und darstellende Kunst aufgenommen. Im Alter von achtzehn Jahren war er bereits als ständiger Substitut im Staatsopernorchester tätig, und als er 1941 nach einem erfolgreich absolvierten Probespiel an diesem Haus ein Engagement als Sekundgeiger erhielt, glaubte er sich am Ziel seiner Wünsche. Nur fünf Wochen nach seinem Dienstantritt am 1. September 1941 holte ihn jedoch die damalige Wirklichkeit ein: Einberufungsbefehl zur Deutschen Wehrmacht, Abkommandierung an die Ostfront, dreimalige (leichte) Verwundung, russische Gefangenschaft ... Im November 1945 wurde er aus einem Lager in Küstrin entlassen und meldete sich umgehend zum Dienst im Staatsopernorchester, der damals im Theater an der Wien absolviert wurde, weil ja das Haus am Ring in Trümmern lag. Am 1. März 1946 erfolgte seine Aufnahme in den Verein der Wiener Philharmoniker, dessen aktives Mitglied er bis zu seiner Pensionierung am 1. September 1987 war.

Von 1953 bis 1958 spielte Otto Nessizius, der seit 1946 auch der Wiener Hoffmusikkapelle angehörte, im "Neuen Wiener Streichquartett" und trat in der Folge bei Veranstaltungen der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik und des Komponistenbundes auf. 1971 wandte er sich der Selbstverwaltung unseres Orchesters zu und übernahm die heikle Funktion des Ordnungswahrers, die er vierzehn Jahre lang mit Ambition und einer unnachahmlichen, auf der Basis seines unerschütterlichen Glaubens an die viel zitierte "Philharmonische Idee" beruhenden Mischung aus Strenge und Humor ausübte.

 

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