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Das Philharmonische Tagebuch

Sa, 10. Oktober 2009

Aktivitäten

 

Europa-Asien-Tournee in September 2009

Das Konzert in Grafenegg bildete gewissermaßen den Auftakt für eine ausgedehnte Europa-Asien-Tournee, welche zwischen 6. und 30. September 2009 sechzehn Konzerte in acht Städten bzw. fünf Ländern umfaßte. Den Anfang machte die alljährlich drei Auftritte umfassende Residenz beim Lucerne Festival: Zubin Mehta dirigierte am 6. September Richard Strauss' "Don Quixote" mit Tamás Varga und Christian Frohn als Solisten sowie die Vierte Symphonie von Johannes Brahms (mit den bereits in Grafenegg gegebenen Encores). Yefim Bronfman spielte am 7. September das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, op. 83, von Johannes Brahms, den zweiten Teil des Abends bildete das Konzert für Orchester von Béla Bartók. Als Zugaben dirigierte Zubin Mehta diesmal zwei Schnellpolkas der Strauß-Dynastie: "Bahn frei" und "Unter Donner und Blitz" von Eduard bzw. Johann Strauß Sohn. Das dritte Konzert (8. September), bei dem Joseph Haydns Symphonie in B-Dur, Hob. I:98, sowie die "große" C-Dur-Symphonie von Franz Schubert zur Aufführung gelangten, wurde von Franz Welser-Möst geleitet, der in liebenswürdiger Weise seinen Urlaub unterbrach und für Nikolaus Harnoncourt einsprang, der aus gesundheitlichen Gründen absagen mußte. Die Reise wurde mit zwei Konzerten bei den BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall fortgesetzt. Franz Welser-Möst dirigierte am 10. September das Haydn-Schubert-Programm von Luzern, tags darauf leitete Zubin Mehta Weberns Passacaglia sowie "Don Quixote" und Brahms' "Vierte".

Am 12. September erfolgte der Abflug zur vierzehnten "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan", die gleichzeitig unser siebenundzwanzigstes Gastspiel in diesem Land war. Seit nunmehr zehn Jahren wird die "Philharmoniker-Woche" von Suntory Ltd. bzw. Suntory Hall veranstaltet, wobei Präsident Nobutada Gary Saji die von seinem Vater Keizo Saji (1919–1999), dem großen Mäzen und Erbauer der Suntory Hall begonnene Zusammenarbeit mit unserem Orchester in beeindruckender Weise fortführt.

Die heurige "Wiener Philharmoniker-Woche" wurde von Zubin Mehta geleitet, der nach 1996 zum zweiten Mal in diesem Rahmen auftrat, und bestand aus neun Konzerten in vier verschiedenen Städten, wobei wie immer der Schwerpunkt auf Tokyo lag:

15. September – Suntory Hall
Richard Strauss: "Don Quixote", op. 35 (Solisten: Tamás Varga, Christian Frohn)
Richard Strauss: "Ein Heldenleben", op. 40 (Solovioline: Volkhard Steude)
Zugaben: Johann Strauß: "Annen-Polka", op. 117
Johann Strauß: "Tritsch-Tratsch". Polka schnell, op. 214

16. September – Suntory Hall: Konzert für Jugendliche
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7 in A-Dur, op. 92

16. September – Suntory Hall
Béla Bartók: Konzert für Orchester
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7 in A-Dur, op. 92
Zugabe: Josef Hellmesberger: "Leichtfüßig". Polka schnell, o. op.
Das Konzert war eine geschlossene Veranstaltung für Daiwa House, den Co-Sponsor der heurigen "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan".

17. September – Suntory Hall
Béla Bartók: Konzert für Orchester
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7 in A-Dur, op. 92
Zugaben: Josef Hellmesberger: "Leichtfüßig". Polka schnell, o. op.
 Johann Strauß: "Unter Donner und Blitz". Polka schnell, op. 324
Das Konzert wurde vom japanischen Fernsehsender NHK übertragen.

19. September – Kawasaki
Richard Strauss: "Don Quixote", op. 35 (Solisten: Tamás Varga, Christian Frohn)
Richard Strauss: "Ein Heldenleben", op. 40 (Solovioline: Volkhard Steude)
Zugabe: Johann Strauß: "Wo die Citronen blüh'n". Walzer, op. 364

20. September – Suntory Hall
Anton Webern: Passacaglia, op. 1
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester, op. 6
Anton Webern: Konzert für neun Instrumente, op. 24
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 in e-Moll, op. 98
Zugabe: Johann Strauß: "Wo die Citronen blüh'n". Walzer, op. 364

22. September – Fukuoka
Anton Webern: Passacaglia, op. 1
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester, op. 6
Anton Webern: Konzert für neun Instrumente, op. 24
Richard Strauss: "Ein Heldenleben", op. 40 (Solovioline: Volkhard Steude)
Zugabe: Johann Strauß: "Wo die Citronen blüh'n". Walzer, op. 364

23. September – Nishinomyia
Joseph Haydn: Symphonie in D-Dur, Hob. I:104
Frédéric Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll, op. 11 (Solist: Lang Lang)
Richard Strauss: "Ein Heldenleben", op. 40 (Solovioline: Volkhard Steude)
Eduard Strauß: "Bahn frei!" Polka schnell, op. 45

25. September – Suntory Hall
Programm wie 23. September
Zugaben: Johann Strauß: "Annen-Polka", op. 117
                Johann Strauß: "Unter Donner und Blitz". Polka schnell, op. 324

Neben den Konzerten gab es die bereits traditionellen begleitenden Veran¬staltungen, welche Suntory Hall im Rahmen der "Wiener Philharmoniker-Woche" jeweils abhält. Die tiefe Verbundenheit wurde durch zwei Einladungen für das gesamte Orchester unterstrichen, wobei am Begrüßungsempfang auch Ehrenpräsidentin Keiko Saji, die Witwe Keizo Sajis, teilnahm. Konzertmeister Volkhard Steude und Solocellist Tamás Varga, die gefeierten Protagonisten der Strauss'schen Tondichtungen, leiteten Master Classes, die Aufführung von Beethovens "Siebenter" für 2000 Jugendliche wurde von Zubin Mehta mit Erklärungen zu diesem Werk ergänzt, und Dr. Clemens Hellsberg hielt im Großen Saal der Suntory Hall den obligaten Vortrag, der diesmal eine "Hommage an Joseph Haydn" war und von Dieter Flury, Albena Danailova (Konzertmeisterin des Staatsopernorchesters), Clemens Hellsberg, Jun Keller, Tobias Lea, Tamás Varga und Robert Nagy musikalisch gestaltet wurde. Zur Aufführung gelangten Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Haydns Schüler Ignaz  Pleyel (1757–1831) sowie als (vermutlich) japanische Erstaufführung zwei Tanzsätze des Habsburger-Kaisers Leopold I. (1640–1705), der von 1658 bis 1705 regierte und ein begabter Komponist war. Albena Danailova spielte, am Klavier begleitet von René Staar, Menuett und Bourrée des komponierenden Herrschers.

Die Reise war allerdings mit Ende der "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan" noch nicht abgeschlossen. Am 27. September trat unser Orchester zum zweiten Mal in seiner Geschichte in Shanghai auf, wobei dieses Gastspiel im 2005 eröffneten Oriental Arts Center vom chinesischen Staatsfernsehen CCTV aufgezeichnet wurde. Zubin Mehta dirigierte die Ouvertüre zu Mozarts "Le nozze di Figaro" sowie die oben angeführten Symphonien von Haydn und Brahms. Zugaben waren der "Chineser Galopp", op. 20, von Johann Strauß Vater und "Unter Donner und Blitz".

Was Zubin Mehta bereits in den Tagen zuvor angedeutet hatte, war inzwischen zur Gewißheit geworden – er mußte das Abschlußkonzert der Reise (Seoul, 29. September) ebenso abgeben wie das I. Philharmonische Abonnementkonzert am 3./4. Oktober 2009. In Zusammenarbeit mit der Agentur Askonas Holt gelang es, Tugan Sokhiev, den Chefdirigenten des Orchestre National du Capitole Toulouse, zu engagieren, der das für Seoul vorhergesehene Programm ohne Änderung und mit lediglich einer Probe übernahm: Nach Haydns "Londoner Symphonie" in D-Dur, Hob. I:104, sang die koreanische Sopranistin Sumi Jo Arien aus Johann Strauß' Operette "Die Fledermaus" ("Mein Herr Marquis") und Giuseppe Verdis "La Traviata" ("É strano – Sempre libera") bzw. als Zugaben "Ave Maria" von Caccini/Mercurio und den Song "Oh Korea". Nach der Vierten Symphonie von Brahms wurden ebenfalls zwei Encores gespielt – Brahms' Ungarischer Tanz Nr. 5 und die "Tritsch-Tratsch"-Polka beschlossen eine hinsichtlich Dauer und Repertoire überaus anspruchsvolle Tournee.

Für das "Reiseorchester"  folgten allerdings noch vier weitere Konzerte. Nach dem I. Abonnementkonzert am 3./4. Oktober, bei dem bekanntlich ebenfalls Tugan Sokhiev für Zubin Mehta einsprang (wobei hier noch einmal dem Mariinski Theater St. Petersburg und dessen Direktor Valery Gergiev dafür gedankt sei, daß Sokhiev von der Leitung einer für 3. Oktober vorgesehenen "Traviata"-Vorstellung befreit wurde), gab es zwei Konzerte, deren Programm zum größten Teil aus dem während der Reise gespielten Repertoire bestand: Am 5. Oktober dirigierte Zubin Mehta zum Abschluß des heurigen Linzer Brucknerfests Béla Bartóks "Konzert für Orchester" und Brahms' "Vierte", tags darauf gelangten im Rahmen eines Gesellschaftskonzerts im Großen Musikvereinssaal Weberns "Passacaglia" und das "Konzert für Orchester" zur Aufführung; zwischen diesen Werken spielte Lang Lang das Klavierkonzert in D-Dur, Hob. XVII:11, von Joseph Haydn.

-- Dr. Clemens Hellsberg

 

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