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Das Philharmonische Tagebuch

Mi, 19. Oktober 2011

Interna

 

Zwei Musiker gehen in Pension

Am 1. September 2011 traten zwei langjährige Mitglieder unseres Orchesters in den dauernden Ruhestand.

Herbert Linke

Herbert Linke, geboren am 31. März 1945 in Preßbaum, wurde durch seinen Großvater, den Leiter des Orchestervereins Preßbaum, dazu inspiriert, ein Instrument zu lernen und erhielt im Alter von sieben Jahren den ersten Violinunterricht. In der Folge erkannte unser langjähriger Oboist Dr. Hans Hadamowksy (1906-1986) seine Begabung und konnte ihn dazu bewegen, sich für die Aufnahmeprüfung an der damaligen Wiener Musikakademie anzumelden. Von 1959 bis 1964 studierte er in der Klasse des legendären Franz Samohyl (1912-1999), unseres früheren Primgeigers und Lehrers von etwa dreißig nachmaligen Philharmonikern. 1963 erhielt er einen Vertrag im Juniorenorchester der Wiener Staatsoper, 1965 wechselte er für wenige Monate als erster Geiger an die Volksoper, ehe er nach einem weiteren erfolgreichen Probespiel per 1. Jänner 1966 Mitglied der Primgruppe der Staatsoper wurde. Der Weg zur Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker war allerdings beschwerlich: Die während der Direktionszeit Herbert von Karajans erfolgte Vergrößerung des Opernorchesters wurde seitens der Philharmoniker lange nicht berücksichtigt – erst im Dezember 1972 erhöhte das Plenum die bis dahin geltende Beschränkung der Gesamtzahl der aktiven Mitglieder von 120 auf 140, worauf Herbert Linke gemeinsam mit siebzehn weiteren Angehörigen des Staatsopernorchesters per 1. März 1973 in den Verein aufgenommen wurde.

Vor seiner nunmehrigen Pensionierung war Herbert Linke, der 1995 den Ehrenring der Wiener Philharmoniker und 2005 den Berufstitel Professor erhielt, das letzte noch in der Ära Karajan engagierte Mitglied und auch der letzte Aktive, der vor Kriegsende geboren wurde. Der Generationenwechsel, der sich in seiner Lebensgeschichte manifestiert, ist für sein Wirken innerhalb unserer Vereinigung symbolhaft: Mit dem Interesse, das Herbert Linke stets für zwischenmenschliche und seelische Probleme an den Tag legte, mit seiner Offenheit und Hilfsbereitschaft gegenüber jedem jungen Mitglied trug er maßgeblich zum wechselseitigen Verständnis bei und leistete damit einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer Gemeinschaft, für den wir alle ihm zu bleibendem Dank verpflichtet sind.

*

Jörgen Fog

Jörgen Fog wurde am 2. September 1946 in Kopenhagen geboren und erhielt im Alter von elf Jahren den ersten Cellounterricht. Ab 1962 studierte er am Königlich Dänischen Musikkonservatorium bei Erling Blöndal Bengtsson und absolvierte 1968 die Diplomprüfung mit Auszeichnung. Im selben Jahr nahm er an einem Austauschkonzert in Wien teil und belegte einen Cellokurs bei André Navarra in Siena. Obwohl er 1969 ein Engagement beim Schwedischen Rundfunk-Symphonieorchester erhielt, entschloß er sich zu einer Fortsetzung seiner Ausbildung und inskribierte 1970 an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien Konzertfach Violoncello bei Vladimir Orloff sowie Kammermusik (Streichquartett) bei Alfred Staar. 1971 wurde er Mitglied des Odense Symphonieorchesters, bereits ein Jahr später kehrte er endgültig nach Wien zurück: Nach einem erfolgreich absolvierten Probespiel erhielt er per 1. September 1972 ein Engagement im Orchester der Wiener Staatsoper, drei Jahre später wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker.

Während der gesamten Zeit seiner Tätigkeit als Orchestermusiker widmete sich Jörgen Fog, der mit dem Berufstitel Professor, dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg und dem Ehrenring der Wiener Philharmoniker ausgezeichnet wurde, intensiv der Kammermusik: Er war Mitglied des „Philharmonia Quintetts" mit Wolfgang Poduschka (1972) bzw. des „Seifert-Quartetts" (1973) und bildete mit seiner späteren Frau Yoko Urata und Christian Zalodek, unserem 1992 im  Alter von 49 Jahren verstorbenen Sekundgeiger, Vizevorstand und Betriebsratsobmann des Staatsopernorchesters, das „Perchtoldsdorfer Klaviertrio", das 1974 den ersten Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Colmar gewann. Von 1982 bis 1986 gehörte Jörgen Fog den „Wiener Streichersolisten" an, war Mitglied des „Ensemble 5 Wien" sowie des „Klavierquartetts Wien" und gab zahlreiche Konzerte in Österreich, Dänemark und Japan.

 

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