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Das Philharmonische Tagebuch

Nachrichten 2012

Sa, 15. September 2012

Nachrichten

 

Über 100 Kinder und Jugendliche bei den diesjährigen Operncamps

Je nach Begabung und Neigung konnten sie sich beim Instrumentalensemble, Chor, Schauspiel, Film, Tanz oder bei der Bühnenwerkstatt einbringen und betätigen. Der partizipative Ansatz charakterisierte die Arbeitsweise der Camps und das Konzept der Schlussaufführungen war darauf ausgerichtet, einen Bezug zwischen den Figuren der Oper und den Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen herzustellen. Auf diese Weise konnten die Kinder und Jugendlichen Opernwerke der Erwachsenenkultur kennenlernen und daran teilhaben.

Das Strauss-Camp für 9-12 Jährige

Strauss-Camp 2012
Foto oben: Felipe Canales
Foto unten: Terry Linke

In der Festspiel-Inszenierung der Oper „Ariadne auf Naxos" wurde die Komödie „Der Bürger als Edelmann" von Hofmannsthal/ Strauss der Oper als Vorspiel vorangestellt wurde. An diesem Regiekonzept orientierte sich das Camp, nahm einen Aspekt der Komödie auf und zeigte, dass das Problem gesellschaftlicher Anerkennung kein Problem früherer Zeit ist, sondern bis heute aktuell ist: Jourdain - die Kinder im Musikcamp hatten ihm den Vornamen Peter gegeben - war in unserem Stück Gärtner bei dem wohlhabenden Kaufmann Baron Rosenzweig. Durch einen Lottogewinn war Peter nun auch ein reicher Mann und wollte wie Herr von Rosenzweig als gleich geachtetes Mitglied an der vornehmen Gesellschaft teilnehmen. Geld allein genügte nicht. Er musste lernen, wie man sich in der vornehmen Gesellschaft bewegt.
Auch unsere Aufführung  gliederte sich in zwei Teile. Entsprechend dem „Bürger als Edelmann" wurde zuerst das Verhalten von Peter Jourdain thematisiert. Als er alle Regeln beherrschte und den  entsprechenden Dresscode kannte, war er bereit für den Opernbesuch. Peter Jourdain und Baron Rosenzweig setzten sich ins Publikum. Im zweiten Teil wurde  „Ariadne auf Naxos" in einer Kurzfassung aufgeführt.  Beinahe alle Figuren der Oper – Ariadne, die drei Nymphen, ein Harlekin und Bacchus - traten auf. Das Instrumentalensemble, der Chor und das Kammerensemble der Wiener Philharmoniker sangen bzw. spielten Schlüsselstellen der Oper.
O-Ton: Bei der Fernsehübertragung von Ariadne meinte meine Enkeltochter „Das kenne ich" und sang alle Chorstellen samt Text mit. Ich war zu Tränen gerührt.

Das Puccini-Camp für 13-15 Jährige

Puccini-Camp 2012
Fotos: Terry Linke

Unsere „Bohème" begann im Winter, ein Jahr nach Mimis Tod. Es ist Weihnachtsabend und Marcello bewohnt noch als einziger der vier Freunde die Mansarde. Mit der Malerei muss er seinen Lebensunterhalt verdienen, aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Alles was er malt sind Erinnerungen an Rodolfo, Mimi und Musetta: Auf seinen Bildern tummeln sich die Verkäufer vom Weihnachtsmarkt, die Besucher des Café Momus, die Straßenkehrer und Milchmädchen der Barrière d'Enfer. Aber sobald Marcello sein Atelier verlässt, werden die Charaktere dieser Bilder lebendig und mischen sich in Marcellos Leben ein. Sie beschwören die Vergangenheit herauf und helfen Marcello Trost zu finden.
Die Kinder schlüpften in die Rolle dieser Figuren, sangen die Chornummern der Oper und musizierten bearbeitete Arien in Instrumentalfassung. Anstelle der Arientexte verfassten sie Gedichte, die von Liebe, Vergänglichkeit und Abschied handelten.


Das Bizet-Camp für 16-18 Jährige

Bizet-Camp 2012
Fotos: Eva Laimighofer

Das Operncamp für diese Altersgruppe war eine Novität und ein Experiment, das voll aufgegangen ist. Die fünfundzwanzig interessierten und hoch motivierten Jugendlichen kamen aus neun Ländern und hatten zum Teil schon einschlägige Erfahrungen mit Musik, Gesang oder Tanz. In unserer „Carmen" lag der Focus auf Don José und nicht auf Carmen selbst. In sechs Kurzfilmen, welche die Jugendlichen selbst gedreht und geschnitten hatten, wurde gezeigt, wie das Leben eines Mannes wegen einer unmöglichen Leidenschaft nach und nach auseinander bricht „The deconstruction of d.j." Die Musik dagegen bewegte sich in umgekehrter Reihenfolge: Sie begann bei Carmens Tod und endete mit dem Prélude. Mit Tanzeinlagen und inszenierten Chorszenen konnten die Jugendlichen ihr Publikum begeistern.
O-Ton einer Teilnehmerin: Ich wollte mich nochmals sehr herzlich für das superschöne Camp bedanken!!! Und die Inszenierung war richtig richtig toll!

 

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