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Das Philharmonische Tagebuch

Interna 2014

Mo, 13. Oktober 2014

Prof. Reinhard Öhlberger

Interna

 

Friedrich Dolezal und Günter Seifert treten in den Ruhestand

Mit dem heurigen 1. September 2014 traten zwei profilierte Orchesterkollegen in den Ruhestand, deren Curriculum die Spannweiten der Tätigkeiten dieser beiden Kollegen erkennen läßt.

Friedrich Dolezal wurde am 1. August 1947 in Wien geboren, erhielt im Alter von sieben Jahren seinen ersten Cellounterricht an einer Musikschule der Stadt Wien bei Prof. Frieda Litschauer-Krause und setzte sein Studium nach Berufung seiner Lehrerin an die Akademie für Musik und darstellende Kunst (heute: Universität für Musik) ebendort fort. Er legte 1968 die Diplomprüfung mit Auszeichnung ab und ergänzte seine Studien bei Enrico Mainardi und Vladimir Orloff.

Noch während seine Studiums – nach seiner Matura am Wiener Schottengymnasium im Jahr 1965 – wurde er im Theater an der Wien als Solo cellist engagiert und trat am 1. April 1968 nach erfolgreichem Probespiel und knapp vor seiner Diplomprüfung sein Engagement an der Wiener Staatsoper an. Er wurde 1973 in den Verein „Wiener Philharmoniker“ aufgenommen und avancierte 1974 zum Stimmführer der Cellogruppe. Er war in den Jahren 1976 und 1977 für die Organisation des Philharmonikerballes verantwortlich und war von 1977 bis 1978 sowie von 2007 bis 2014 Mitglied des philharmonischen Verwaltungsausschusses. Seit 1995 ist er auch Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle.

Friedrich Dolezal ist über das Orchesterspiel hinaus vielfach kammermusikalisch, solistisch und pädagogisch tätig. Er war Mitglied des vom ehemaligen Konzertmeister Erich Binder gegründeten „Nicolai-Quartetts“ sowie der „Wiener Kammervirtuosen“, aus deren Reihen sich später die neue Besetzung des „Wiener Oktetts“ formierte, dem er bis heute angehört. Nach einer kurzen Periode als Mitglied des „Wiener Schubert-Trios“ mit Boris Kuschnir und Claus Christian Schuster trat er 1985 dem von Konzertmeister Werner Hink geführten „Wiener Streichquartett“ bei, als dessen Mitglied er regelmäßig bei Kammerkonzerten der Gesellschaft der Musikfreunde auftritt. Mit dem „Wiener Streichquartett“ unternimmt er, ebenso wie mit dem „ Wiener Oktett“, Tourneen in Europa, Amerika und Ostasien, und machte zahlreiche Platten- bzw. CD-Aufnahmen. Mit den genannten Ensembles, aber auch als Mitglied des „Ensemble Kontrapunkte“ sowie des „Ensemble 20. Jahrhundert“ war er an zahlreichen Uraufführungen und Aufführungen neuer Musik be teiligt, mit besonderer Berücksichtigung österreichischer Komponisten wie Karl Pilss, Marcel, Rubin, Armin Kaufmann, Gottfried v. Einem, Gerhard Wimberger, Helmut Eder, Otto M. Zykan, Theodor Berger, Ivan Eröd, Thomas D. Schlee oder auch Komponisten aus den Reihen der Wiener Philharmoniker, wie Fritz Leitermeyer, Paul Walter Fürst und Alfred Prinz.

Fritz Dolezal bekam den Professorentitel verliehen und erhielt das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg sowie das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich. Dolezal spielte als Solist mit dem Scottish Chamber Orchestra, dem Brucknerorchester Linz, dem New World Symphny Orchestra unter Michael Tilson Thomas, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Prager Rund funksymphonieorchester sowie dem Sapporo Symphony Orchestra. Er unterrichtet als Instrumentallehrer, Orchestererzieher und Kammermusiklehrer bei verschiedenen Instituten, wie der „Jungen Philharmonie“, dem „Internationalen Orchesterinstitut Attergau“, der „Orchestral Academy of the New World Symphony“ (Miami, U.S.A.) sowie dem „Pacific Music Festival“ ( Sapporo, Japan).

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Günter Seifert Günter Seifert | +

Günter Seifert, der ältere des in unserem Orchester tätigen Brüderpaares, wurde geboren 24. Mai 1948 in Weyer an der Enns, Oberösterreich. Er erhielt mit 8 Jahren in Weyer seinen ersten Violinunterricht von Rudolf Merwald – der noch ein Schüler Otakar Ševcíks gewesen war; womit man mit Fug und Recht Günter Seifert als Enkelschüler dieses maßgeblichen Violin pädagogen bezeichnen kann. Im Alter von 14 Jahren setzte er nach erfolgreicher Aufnahme am Mozarteum in Salzburg das Violinstudium bei Christa Richter Steiner (Konzertmeisterin der Camerata Salzburg) fort. Weiterer Unterricht folgte bei Jaroslav Suchy. Seine ersten Orchestererfahrungen sammelte er ab 1967 in der Camerata Academica unter der Leitung von Bernhard
Paumgartner. 1969 wechselte er an die Musikhochschule nach Wien zu Prof. Franz Samohyl. Gleich bei seinem ersten Probespiel 1972 an der Wiener Staatsoper war er erfolgreich und wurde als zweiter Geiger engagiert. Im gleichen Jahr konstituierte sich auch das Seifert Quartett. 1975 wechselte er nach einem weiteren gewonnenen Probespiel zur ersten Violine und wurde noch im selben Jahr als Mitglied in den Verein der Wiener Philharmoniker auf genommen.

Von 1988 bis 1992 war Günter Seifert Mitglied des „Ensemble Wien“. In den Folgejahren kam es zu reger Zusammenarbeit mit unter anderem Placido Domingo und Andre Previn; so etwa mit Aufnahmen der Klavierquartette in g-Moll und Es-Dur von W. A. Mozart. Es folgten Auszeichnungen, wie 1993 die Verleihung des Tonträger-Preises und 1996 die Auszeichnung mit dem Mozart Interpretationspreis der Mozartgemeinde Wien. Im Jahr 1999 erfolgte die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg, und im Jahr 2000 durch Bundespräsident Dr. Thomas Klestil die Verleihung des Berufstitels „Professor“ 2007 erhielt er durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer das Silberne Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich.

1995 gründete Seifert das „Wiener-Geigen-Quartett“: Eine Formation, die durch ihre spezielle Besetzung mit drei Geigen und Baß die Werke von J. Lanner und Vater Strauss besonders zur Geltung bringen konnte. Denn ein besonders Anliegen von Günter Seifert ist die Pfl ege der gehobenen „ klassischen“ Tanzmusik des 19. Jahrhunderts. Durch seine Kompositionen, unter anderem der Polka „Zuckergoscherl“, setzte er sein Faible zu dieser Musik sparte auch kompositorisch um. Seit 1999 ist Seifert zudem Konzertmeister des Ensemble Corso – Wien. 2007 fungierte er als Leiter des von ihm neu gegründeten Ensembles „Die Wiener“. 2010 kam es zu seinem ersten Auftritt als Dirigent mit dem Österreichischen Jugendorchester bei den alljährlichen Veranstaltungen in der Steiermark „Kultur - Land - Leben“. Ebenfalls 2010 war Günter Seifert Mitinitiator des Kammermusik-Zyklus der Wiener Philharmoniker an der Wiener Staatsoper, dessen künstlerische Leitung er bis 2014 inne hatte. Günter Seifert spielt auf einer Violine des italienischen Meisters Sanctus Seraphin.

 

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