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Das Philharmonische Tagebuch

Di, 04. November 2014

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Konzerte mit Peter Schneider

Das Programm der Ersten Soirée vom 6. Oktober unter Peter Schneider (Krzysztof Penderecki, Adagietto aus „Paradise Lost“; Antonín Dvořák, Biblische Lieder mit der Solistin Dagmar Pecková; Josef Suk, 2. Symphonie „Asrael“) wurde nach den Proben in Wien zweimal „vor-“aufgeführt, und zwar zuerst einmal am 3. Oktober in Kattowitz / Katowice im oberschlesischen Bergbaugebiet.

Der Bergbau ist deshalb hervorzuheben, weil sich die dort neu zu eröffnende Konzerthalle und ein anschließender Museumskomplex stadtzentral auf dem Areal einer vormaligen Steinkohlengrube befinden, die 1998 geschlossen werden mußte. Der neue Sitz des ortsansässigen Orchesters, des Polnischen Nationalen Radiosymphonie-Orchesters („Sala Koncertowa Narodowej Orkiestry Symfonicznej Polskiego Radia“), war vom polnischen Architekten Tomasz Konior und die innentechnische Akustikeinrichtung vom dafür weltweit kompetenten japanischen Akustiker Yasuhiro Toyota entworfen worden. Im Zug der Einweihungsfeierlichkeiten war unser Konzert mit Peter Schneider das zweite in der Halle, und überhaupt das erste einer ausländischen Formation. Der Kurzbesuch in Kattowitz erlebte vor Sitzprobe und Konzert noch eine für das Orchester dargebotene Führung durch die beeindruckenden Räumlichkeiten – des Museums wie der Konzerthalle – sowie eine persönliche Begrüßung des Kattowitzer Bürgermeisters, Stadtpräsident Piotr Uszok. Zu diesem Treffen hatte man auch eine im Freien konzertierende Knappenkapelle aufgeboten. Komponist Krzysztof Penderecki beehrte uns dann mit seiner Anwesenheit im Konzert, wie auch beim anschließenden Empfang im Hotel Monopol. – Ein architektonisches Detail der Konzerthalle wäre noch erwähnenswert, nämlich die Gestaltung der Seitenwände, die aus schwarz eingefärbtem Beton mit ihrer Oberflächengestaltung an die Riffelung von Kohlenflözen gemahnen sollten – ein für den Ort und seine Vergangenheit durchaus stimmiges Erinnerungsmoment.

Zwei Tage später kam es mit demselben Programm zu einem vergleichsweise konventionelleren Gastspiel der Wiener Philharmoniker in der slowakischen Hauptstadt. In der Reduta, dem Sitz der Slowakischen Philharmonie, gastierten wir unter Peter Schneider im Rahmen der 50. Musikfestspiele Bratislava („Bratislavské hudobné slávnosti“), die heuer vom 21. September bis 12. Oktober stattfanden. Der Konzertsaal geht auf einen ursprünglichen Bau aus dem Jahr 1773 zurück und erhielt mit dem Umbau ab dem Jahr 1913 Rokoko- und Jugendstilzusätze; er hat in den letzten Jahren eine grundlegende Restaurierung erfahren und ist im aktuellen prachtvoll renovierten Zustand erst wieder seit Januar 2012 zugänglich.

 

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