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Das Philharmonische Tagebuch

Do, 11. Dezember 2014

Prof. Reinhard Öhlberger

Nachrichten

 

Erstes europäisches Netzwerk für Historische Orchesterarchive

Das im Vorjahr erstmalig stattgefundene Treffen historischer Orchester-Archivare erfuhr mit einer weiteren Zusammenkunft – heuer in Wien – am 16. und 17. Oktober eine Neuauflage. Sie war ungefähr wieder auf den schon 2013 involvierten Personenkreis bezogen: Institutionen aus Berlin, Dresden, Leipzig, Luxembourg, sowie die diesmalig einladenden Wiener Symphoniker und Wiener Philharmoniker. Am ersten Tag gab gab es nach einem Archivbesuch bei den Wiener Philharmonikern im Haus der Musik und bei den Wiener Symphonikern im Konzerthaus die Einladung zur Premiere der Oper „Iphigénie en Aulide et Tauride“ von Christoph Willibald Gluck im Theater an der Wien (Inszenierung Torsten Fischer, im Orchestergraben die Wiener Symphoniker). 

Der eigentliche „Hauptkampf-Tag“ war dann der nächste, der uns im Sitzungszimmer der Wiener Philharmonischen Kanzlei im Musikvereinsgebäud zusammenführte. Herr Dr. Thomas Aigner, Msc, Leiter der Musiksammlung der Wien-Bibliothek im Rathaus, hielt einen Vortrag über seinen eigenen Werdegang, Begriffsabsteckungen zwischen „Bibliothek“ und „Archiv“ sowie über die stadteigene Musiksammlung im speziellen und Archivierungsprobleme und -lösungen im allgemeinen. In der nachfolgenden generellen Diskussion stellte sich wieder der Wunsch heraus, miteinander auch weiterhin im Informationsaustausch zu verbleiben. Eine Plattform auf Internetbasis wurde angeregt, die man durchaus auch der Allgemeinheit zugänglich halten möchte, unter den (vorerst Arbeits)- Titeln „NOA“ oder „NHOA“, also „Netzwerk (historischer) Orchester-Archive“ bzw. „Network of (Historical) Orchestra Archives“. 

Die Diskussion erstreckte sich grundsätzlich auf Versicherungswerte, Austausch der Kenntnisse archivalischer Vorgangsweisen und als Novum über die Frage der Archivierung von historisch vermutlich relevantem E-Mail-Verkehr. Auch die rechtliche Situation nach Schenkungen wurde besprochen, eine allein im deutschen Sprachraum durchaus vielschichtige Angelegenheit.

Den Schlußpunkt der Tagung setzte der vormalige langjährige Archivar der Wiener Symphoniker, Dr. Ernst Kobau, mit einem Referat über eine Soziologie des Musikers am Fallbeispiel der Wiener Symphoniker (mit Ausblicken auf andere Orchester) quer durch die letzten hundert Jahre. Diese mit glanzreichen Pointen gespickte Darstellung erquickte die Anwesenden überaus.

Die Pressemeldung zu dieser Veranstaltung lautete dann: „Erstes europäisches Netzwerk für Historische Orchesterarchive: Sieben bedeutende Orchesterarchive haben sich 2013 in Leipzig zum „Netzwerk Historische Orchesterarchive – NOA“ zusammengeschlossen. Mitte Oktober 2014 tagten die Archivarinnen und Archivare der Berliner Philharmoniker, der Dresdner Philharmonie, des Gewandhausorchesters Leipzig, der Philharmonie Luxembourg, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Wiener Philharmoniker und der Wiener Symphoniker in Wien. – Geschuldet dem wachsenden Bewusstsein für Geschichte und Traditionen sind die Historischen Orchesterarchive heute gefragter denn je. Zugleich bringen die elektronische Vernetzung und der damit verbundene ,Digitalisierungsschub‘ neue Herausforderungen. So sieht sich NOA als beratendes und unterstützendes Forum. NOA will Gemeinsamkeiten stärken und den Austausch auf Arbeitsebene fördern.“

 

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