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Das Philharmonische Tagebuch

Mo, 24. März 2014

Dr. Clemens Hellsberg

Aktivitäten

 

Ausgedehnte Reise in die USA

Von 23. Februar bis 18. März 2014 absolvierten die Wiener Philharmoniker eine USA-Tournee, die in mehrfacher Hinsicht die Voraussetzungen erfüllte, im historischen Rückblick das Prädikat „Meilenstein“ zu erhalten. Bereits der Ausgangspunkt des Festivals beruhte auf einem überaus markanten Kapitel der Geschichte unseres Orchesters: Im Februar 1989 hatte die erste „Wiener Philharmoniker-Woche in New York“ stattgefunden – drei denkwürdige Konzerte unter der Leitung Herbert von Karajans hatten damals den Beginn einer längst zur Tradition gewordenen Institution gebildet.

Im seither vergangenen Vierteljahrhundert gastierten wir in jeder Spielzeit in der Carnegie Hall und absolvierten dabei bis inklusive 2013 nicht weniger als 80 Konzerte mit siebzehn Dirigenten: Herbert von Karajan (1989), Leonard Bernstein (1990), James Levine (1990), Claudio Abbado (1991), Lorin Maazel (1992, 1999 – Season’s Opening, 2012), Sir Georg Solti (1993, 1995), Riccardo Muti (1994, 1998, 1999, 2006), Seiji Ozawa (1996, 2004), Daniel Barenboim (1997, 2007, 2010), Pierre Boulez (2001, 2010), Bernard Haitink (2002), Nikolaus Harnoncourt (2003, 2010 – Season’s Opening), Mariss Jansons (2005), Valery Gergiev (2008), Zubin Mehta (2009), Gustavo Dudamel (2010) und Franz Welser-Möst (2013).

Für das 25-Jahr-Jubiläum wurde die „Wiener Philharmoniker-Woche“ noch um eine Dimension erweitert, gab es doch erstmals drei gemeinsame Veranstaltungen der Wiener Philharmoniker mit der Wiener Staatsoper – konzertante Aufführungen von Alban Bergs „Wozzeck“ und Richard Strauss‘ „Salome“ sowie Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie ergänzten die vier Philharmonischen Konzerte und waren ein weiteres Resultat jener „Symbiose“, deren Verwirklichung Direktor Dominique Meyer ein vorrangiges Anliegen ist.

Das heurige Gastspiel in New York umfaßte somit sieben Aufführungen der Wiener Philharmoniker, war in zwei Teile gegliedert und hatte eine klare Zielsetzung – Wien, die „Welthauptstadt der Musik“, mit einem einzigartigen Gesamtprogramm zu präsentieren. Gespielt wurden (die Zugaben nicht eingerechnet) 27 Werke von 24 mit Wien eng verbundenen Komponisten, wobei der Bogen vom späten 18. bis in das frühe 21. Jahrhundert reichte. Prinzipiell war jeder Tonschöpfer mit nur einem Werk vertreten, Ausnahmen bildeten lediglich unser Gründer Otto Nicolai und Johannes Brahms, die an einem Abend zweimal aufschienen, sowie Wolfgang Amadeus Mozart, dem bewußt ein besonderer Rang zugedacht war – als einziger Komponist war er in zwei Konzerten vertreten. Nach den ersten vier Aufführungen unterbrach das Orchester den Aufenthalt in New York und reiste nach Kalifornien, wo sechs Konzerte auf dem Programm standen.

Die ursprüngliche Idee sah drei Dirigenten mit je einer Oper und einem Konzert sowie eine große Gala zum Abschluß des großen Ereignisses vor. Aus finanziellen Gründen war die konzertante Aufführung von Beethovens „Fidelio“ nicht zu realisieren und mußte durch die Aufführung der „Neunten“ ersetzt werden, und das ursprüngliche Konzept erfuhr aufgrund einer Erkrankung Daniele Gattis weitere Modifizierungen: Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst übernahm zusätzlich zu den für ihn vorgesehenen zwei Programmen die Einstudierung von Schuberts „Unvollendeter“ und Mahlers Vierter Symphonie, dirigierte diese Werke im VI. Abonnementkonzert (15./16. Februar) und sprang bei der Aufführung von „Wozzeck“ in New York ein. Da aber feststand, daß er weder den für Daniele Gatti vorgesehenen Termin in der Carnegie Hall noch drei mit Gatti geplante Konzerte in Kalifornien übernehmen konnte, mußte nach weiteren Dirigenten gesucht werden: Christoph Eschenbach erklärte sich spontan bereit, das Schubert-Mahler-Programm in New York (15. März) zu leiten. Für die Konzerte in Costa Mesa, Santa Barbara und Berkeley (3./5./7. März) sprang in unglaublich liebenswürdiger Weise unser Ehrenmitglied Lorin Maazel ein, obwohl er am 2. (!) März eine Matinee in München zu dirigieren hatte. In der Folge mußte Franz Welser-Möst krankheitshalber sein für 9. März geplantes Konzert in Berkeley absagen, worauf Andrís Nelsons kurzfristig einsprang und beinahe das gesamte Programm übernahm.

25. Februar, Carnegie Hall
Wiener Philharmoniker / Wiener Staatsoper
Franz Welser-Möst
Ricarda Merbeth, Sopran; Zoryana Kushpler, Mezzosopran; Peter Seiffert, Tenor; Günther Groissböck, Baß; New York Choral Artists (Einstudierung: Joseph Flummerfelt)
Arnold Schönberg: Friede auf Erden
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 in d-Moll, op. 125

26. Februar, Carnegie Hall
Franz Welser-Möst
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie in C-Dur, KV 200
Johannes Maria Staud: „On comparative meteorology“
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6 in A-Dur

28. Februar, Carnegie Hall
Wiener Staatsoper / Wiener Philharmoniker
Franz Welser-Möst
Alban Berg: „Wozzeck“

1. März, Carnegie Hall
Wiener Staatsoper / Wiener Philharmoniker
Andrís Nelsons
Richard Strauss: „Salome“

3. März, Costa Mesa / 5. März, Santa Barbara / 7. März Berkeley
Lorin Maazel
Franz Schubert: Symphonie Nr. 7 in h-Moll, D 759 („Unvollendete“)
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 in G-Dur (Solistin: Juliane Banse, Sopran)

8. März, Berkeley
Andrís Nelsons
Joseph Haydn: Symphonie in C-Dur, Hob. I:90
Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn, op. 56a
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 3 in F-Dur, op. 90
Zugabe: Johann Strauß: „Seid umschlungen, Millionen“. Walzer op. 443

9. März, Berkeley
Andrís Nelsons
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie in C-Dur, KV 200
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6 in A-Dur
Zugaben: Josef Strauß: „Delirien“. Walzer, op. 212
Josef Hellmesberger jun.: „Kleiner Anzeiger“. Galopp, op. 4

11. März, Sonoma
Andrís Nelsons
Programm wie 8. März

13. März, Carnegie Hall
Andrís Nelsons
Programm wie 8. März

15. März, Carnegie Hall
Christoph Eschenbach
Franz Schubert: Symphonie Nr. 7 in h-Moll, D 759 („Unvollendete“)
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 in G-Dur (Solistin: Juliane Banse, Sopran)

Bereits kurz nach Beginn der (2010 begonnenen) Planungen für „25 Jahre Wiener Philharmoniker-Woche in New York“ hatte Carnegie Hall, an der Spitze der künstlerische Leiter Clive Gillinson, dieses Jubiläum zum Anlaß für ein Ereignis von außergewöhnlicher Dimension genommen: „Vienna: City of Dreams“ wurde zur größten Präsentation des kulturellen Wiens in New York und umfaßte letztlich 92 (!) Veranstaltungen aus verschiedenen Kulturbereichen (die in der kommenden Saison anläßlich des Berichts über das nächste New York-Gastspiel detailliert dargestellt werden). Als krönender Abschluß war seitens der Verantwortlichen ein dreiteiliger Gala-Abend gewünscht worden, der überaus spektakulär die einzigartige Musikgeschichte unserer Heimatstadt demonstrierte. Ehrenmitglied Zubin Mehta dirigierte am 16. März 2014 dieses fünfzehn Werke umfassende Programm:

Otto Nicolai: Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester, op. 6
Otto Nicolai: „Mondchor“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“
Hugo Wolf: „Der Feuerreiter“. Ballade für Chor und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart: „Ave verum corpus“. Motette in D-Dur, KV 618
(New York Choral Artists, Einstudierung: Joseph Flummerfelt)

Franz Schmidt: Zwischenspiel aus der Oper „Notre Dame“
Theodor Berger: Legende vom Prinzen Eugen
Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert in D-Dur, op. 35. (Der Solist war Gil Shaham, der erstmals mit unserem Orchester auftrat und als Zugabe „Schön Rosmarin“ von Fritz Kreisler spielte).

Josef Strauß: „Delirien“. Walzer, op. 212
Eduard Strauß: „Bahn frei!“. Polka schnell, op. 45
Johann Strauß: „Frühlingsstimmen“. Walzer, op. 410 (Solistin: Diana Damrau, Sopran)
Joseph Lanner: Steyrische Tänze, op. 165
Johann Strauß Vater: Cachucha-Galopp, op. 97
Franz Lehár: „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“ (Solistin: Diana Damrau, Sopran)
Josef Hellmesberger jun.: „Kleiner Anzeiger“. Galopp, op. 4
Zugaben: Johann Strauß: „Klänge der Heimat“ aus der Operette „Die Fledermaus“ 
(Solistin: Diana Damrau, Sopran)
Johann Strauß: „Unter Donner und Blitz“. Polka schnell, op. 324

 

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