Anmelden

Anmelden

 

Mein Bereich

Nützen Sie zahlreiche Vorteile mit Ihrer Registrierung auf www.wienerphilharmoniker.at: Verschiedenste Newsletter, Teilnahme an den Kartenverlosungen und ein Überblick über alle Ihre Online-Einkäufe!

Jetzt registrieren

Fenster schließen

Menu Kalender

  2017  
  NOV  
M D M D F S S
M 1
D 2
F 3
S 4
S 5
M 6
D 7
M 8
D 9
F 10
M 13
D 14
M 15
D 16
F 17
D 21
M 22
D 23
M 27
D 30

Startseite > Orchester : Orchester

 

Das Philharmonische Tagebuch

Sa, 12. April 2014

Dr. Clemens Hellsberg

Aktuelles

 

Restitution eines Gemäldes von Paul Signac

Die Wiener Philharmoniker werden ein Bild an die Erben des rechtmäßigen Besitzers restituieren, so Vorstand Dr. Clemens Hellsberg. Das Gemälde, eine frühe Arbeit des Malers Paul Signac (1863-1935), geht an die Erben des französischen Staatsbürgers Marcel Koch zurück. Marcel Koch gründete 1945 die Documentation Française und stand dieser Institution bis 1969 als Direktor vor.

Aufgrund von Recherchen im Auftrag der Wiener Philharmoniker konnte die  Kunsthistorikerin Sophie Lillie, M. A., nun die Provenienz des Bildes klären. Das Gemälde wurde 1940 im Departement Jura von der Geheimen Feldpolizei enteignet. Die Philharmoniker, die damals drei Konzerte in Salin-les-Bains, Besançon und Dijon spielten, erhielten das gestohlene Bild als Geschenk des aus Wien stammenden Direktors der Geheimen Feldpolizei, Dr. Roman Loos.

Clemens Hellsberg: „Die Restitution dieses Bildes ist uns ein besonderes Anliegen. Wir sind seit vielen Jahren bestrebt, die Vergangenheit der Wiener Philharmoniker aufzuarbeiten und stellen uns unserer Verantwortung, historisches Unrecht wiedergutzumachen.“

Seit den 1980er Jahren haben die Philharmoniker mehrere Versuche unternommen, um die Provenienz des Bildes zu klären. Hellsberg: „Wir sind sehr glücklich, daß nun dank der Bemühungen von Sophie Lillie der Durchbruch gelungen ist und die Erben gefunden wurden. Wir danken ferner für die Unterstützung durch Botschafter Stéphane Gompertz, Operndirektor Dominique Meyer und Universitätsprofessor DDr. Oliver Rathkolb.“ Eine feierliche Übergabe des Bildes ist noch für heuer geplant.

Weitere Forschungen zur Provenienz von Musikinstrumenten und anderen Archivbeständen haben bislang keinen Hinweis auf unrechtmäßigen Besitz ergeben, die systematischen Recherchen werden aber mit Hilfe international renommierter Expertinnen und Experten fortgesetzt.

Mit der Rolle der Wiener Philharmoniker in der NS-Zeit befaßt sich auch ein umfangreicher Bericht von den Historikern Oliver Rathkolb, Fritz Trümpi und Bernadette Mayrhofer. Dieser ist auf der Website des Orchesters abrufbar.

Artikel New York Times

 

Tags

© 2017 Wiener Philharmoniker RD0003FF4B68AC