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Das Philharmonische Tagebuch

Aktivitäten 2015

Mo, 18. Mai 2015

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Brahms-Schwerpunkt mit Christoph Eschenbach

Ein Projekt mit abermaligem Schwerpunkt Johannes Brahms stand in der ersten Aprilhälfte als philharmonische Aktivität auf dem Programm. Zusammen mit Christoph Eschenbach kam es auf diese Weise ebenso wie mit den Violinisten Leonidas Kavakos und Christian Tetzlaff zu einer eingehenden Befassung. Das Konzert der letzten, 5. Soiree (Violinkonzert und Symphonie Nr. 4) war hier Bestandteil, und auch ein weiteres Programm mit den Symphonien Nr. 1 und 2, in variabler Zusammenstellung. Am 14. April wurden in Paris im Théâtre des Champs-Elysées die Symphonien Nr. 2 D-Dur op. 73 und Nr. 4 e-Moll op. 98 gespielt, mit einer Doppel-Zugabe an Ungarischen Tänzen Nr. 20 und 21 in e-Moll und E-Dur, instrumentiert von Antonín Dvořák, die gleichsam „in einem“ aufgeführt wurden. Am folgenden Tag war es das Violinkonzert in D-Dur op. 77 mit Leonidas Kavakos sowie die Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68; als Zugabe der Ungarische Tanz Nr. 1 in g-Moll. Zu den banalen Reiseerlebnissen gehörte es daraufhin bei der Rückreise, dass der Bustransfer von den Hotels zum Flughafen Charles de Gaulle mangels Rückbestätigung des Transportunternehmens nicht stattfand – man hatte schlicht auf uns vergessen. Es mußte kurzfristig auf Taxis ausgewichen werden. Das wäre bei der Verkehrslage in Paris noch nicht die allergrößte Schwierigkeit gewesen; in der Rue Boissy d’Anglas freilich, dem Sitz des Hotel Sofitel Le Faubourg, befindet sich unmittelbar benachbart die Amerikanische Botschaft, wo die enge Straße als besondere Gefahrenzone mit eingeschränkter Zufahrtsmöglichkeit und durch Polizeibewachung und ausgefahrene Poller auf der Fahrbahn abgesichert ist. Der ritardierenden Momente vor dem glücklichen (und auch pünktlichen) Rückflug gibt es also genug.

Etwas weniger spektakulär von den Transportgegebenheiten her war dann die Fortsetzung der Tournee am Freitag, den 17. April, wo sich die Paarung Violinkonzert zusammen mit der Symphonie Nr. 1 im Linzer Brucknerhaus ereignete. Leonidas Kavakos geizte übrigens weder dort noch da mit Zugaben: in Paris waren es von Johann Sebastian Bach aus der 3. Solosonate der 3. Satz in C-Dur (Largo) und aus der Partita in d-Moll die Sarabande; in Linz kam es zu einem besonderen Gustostück, im Original für Gitarre, von Franscisco Tarrega „Recuerdos de la Alhambra“, eingerichtet für Violine in aberwitziger Virtuosität von Ruggiero Ricci.

Der Tag darauf hatte einen weiteren gemütlichen Stadtausflug auf dem Programm, nämlich einen Flug nach Frankfurt am Main. In der Alten Oper kam es zu einer weiteren Aufführung des Brahms’schen Violinkonzertes, diesmal aber mit Christian Tetzlaff. Es muß betont sein, dass dies von der Planung schon langfristig vorgesehen war, Tetzlaff also nicht als Einspringer für eine unvorhergesehene Terminschwierigkeit oder Indisposition zu gelten hat. Die immer Tourneekonzerten vorangehende Sitzprobe war damit freilich eine intensivere und längere als man es von solchen – ja meist nur die Akustik und die Spielpositionen am Podium betreffenden – Proben gewohnt ist. Tetzlaff hielt es bei seiner Zugabe nach dem Konzert wieder mit Johann Sebastian Bach, der Partita Nr. 3 in E-Dur, daraus der 3. Satz „Gavotte en Rondeau“. Nach der Pause war es die Symphonie Nr. 4 und als Orchesterzugabe die Paarung Ungarische Tänze Nr. 20 und 21 in unmittelbarer Abfolge, wie schon in Paris ausgeführt.

 

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