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Das Philharmonische Tagebuch

Interna 2015

Fr, 18. September 2015

Prof. Reinhard Öhlberger

Interna

 

90. Geburtstag von Prof. Mag. Herbert Schmid

Im letzten August feierte unser Orchestermitglied in Ruhe, Prof. Mag. Herbert Schmid, seinen 90. Geburtstag. Er war Mitglied der Primgeigengruppe und ist den Wiener Philharmoniker über einen langen Zeitraum in besonderer Weise nützlich gewesen.

Geboren am 17. August 1925 in Wien, entstammte Herbert Schmid einer durchaus der Musik zugewandten Familie. Schon der Vater, beruflich ein Techniker im Industriofenbau, spielte auf Amateurbasis die Violine. Im Alter von drei Jahren erhielt Herbert Schmid seine erste Viertelgeige, und wurde zuerst vom Vater, dann in einer städtischen Musikschule unterrichtet. Er besuchte nach Abschluß der Volksschule das Humanistische Gymnasium der Bundeserziehungsanstalt Breitensee; nach deren Umwandlung in eine NAPOLA 1939 mußte er in das Gymnasium Fichtnergasse wechseln, das er bis zur Ablegung der Matura besuchte. Der Unterricht an der damaligen Akademie für Musik war ihm zwar bis zum Kriegsende verwehrt, doch erhielt er Unterricht vom damaligen Konzertmeister des Rundfunksymphonieorchesters. Eine vom Jubilar als schicksalhaft bezeichnete Begegnung mit Willi Boskovsky hatte 1945 die Aufnahme in Boskovskys Klasse an der Akademie zur Folge, mit in weiterer Folge dem Abschluss des Studiums 1950.

Schmids weiterer Lebensweg führte für eine längere Periode in die Wiener Volksoper, genauer definiert in das „Orchester der Wiener Staatsoper in der Volksoper“, wie es damals genannt wurde. Er war dort nach erfolgreichem Probespiel als Primgeiger von 1952 bis 1964 tätig. 1963 trat er zu einem Probespiel für das Staatsopernorchester an, das damals um vier Primgeigerstellen erweitert werden sollte, und absolvierte es erfolgreich. Die damals ebenfalls aufgenommenen Kollegen waren Werner Hink, Anton Straka und Helmut Puffler. Im Zug einer von Herbert von Karajan als damaligem Staatsoperndirektor betriebenen Aufstockung wurden im Jahr 1964 für das Staatsopernorchester 24 Musiker neu engagiert. Seit 1. Nov. 1965 war Herbert Schmid aktives Mitglied der Wiener Philharmoniker und erwarb sich mit seiner offensichtlichen Akribie und Vertrauenswürdigkeit kurz darauf eine bemerkenswerte Position. Von 1966 an bis zu seiner Pensionierung 1988 war Schmid leitend im Überwachungsausschuss des Vereins tätig, zusammen mit zwei jeweils wechselnden Kollegen (damals unter dem Titel „Rechnungsprüfer“). Seinen Professorentitel erhielt er 1976, das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg 1987, ebenso wie den Ehrenring der Wiener Philharmoniker und das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (beides 1988).

Nach seiner Pensionierung nahm Prof. Schmid die Gelegenheit wahr, sein Magisterstudium an der damaligen Musikhochschule nachzuholen und erwarb den Magister Artium 1990, mit einer Diplomarbeit über Anton Bruckners IV. Symphonie.

Die Wiener Philharmoniker wünschen dem Jubilar alles erdenklich Gute für die Zukunft und gratulieren herzlich!

 

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