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Das Philharmonische Tagebuch

Fr, 24. Juli 2015

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Skandinavien-Tournee mit Franz Welser-Möst

Mit Franz Welser-Möst und einem durch zusätzliche Werke bereicherten Musikprogramm auf Basis des 9. Abonnementkonzertes gingen die Wiener Philharmoniker von 9. bis 15. Juni auf Skandinavien-Tournee.

Mit Aalborg als erster Station begann es. Die viertgrößte Stadt Dänemarks präsentiert sich seit dem Frühjahr 2014 mit einem neuen kulturellen Glanzlicht namens „Musikkens Hus“, das von dem österreichischen Architektenteam COOP HIMMELB(L)AU geplant worden ist. Unser Orchester hatte bis dato in einer relativ gesichtslosen Halle aus den 1950er Jahren, dem „Aalborg Congres & Cultur Centre“ gastiert. Die akustischen Verhältnisse des neuen Baues wurden am 9. Juni vorerst in einer ausführlichen Sitzprobe erkundet und als nicht ganz einfach erkannt. Zum Konzert im vollbesetzten Haus mit einem begeisterungsfähigen Auditorium gab es dann freilich eine deutliche Verbesserung infolge der nicht mehr so hart abstrahlenden Betonwände. – Das Programm bestand aus der schon in Wien gegebenen Symphonie Nr. 4 von Carl Nielsen op. 29 („Das Unauslöschliche“), sowie der Symphonie Nr. 3 in D-Dur D 200 von Franz Schubert und der Ouvertüre Nr. 3 zur Oper „Fidelio“ (Leonoren-Ouvertüre) C-Dur op. 72b von Ludwig van Beethoven. Der Standing Ovation des wohlgesonnenen Publikums begegnete man mit zwei Zugaben, dem „Kuss-Walzer“ 400 von Johann Strauß Sohn und der Polka schnell „For ever“ op. 193 von Josef Strauß. Diese beiden Stücke beendeten letztlich jedes der Konzerte auf der Tournee.

Nächstentags folgte ein Konzert in Odense, der drittgrößten Stadt des Landes, mit ihren zwei großen Söhnen Hans Christian Andersen und dem unweit südlich geborenen Carl Nielsen. Im Odense Koncerthus, einem Bau aus den 1980er Jahren mit seinen Hauptsaal, dem Carl Nielsen Salen (mit dem Bildnis des Komponisten an der Stirnwand), führte man dem genius loci zu Ehren abermalig die 4. Symphonie auf, Nach der Pause erklang von Jean Sibelius die Lemminkäinen-Suite op. 22 in der Gesamtheit ihrer vier Sätze. Der Geburtstag der beiden Tonsetzer jährt sich heuer zum 150. Mal.

Die weitere (Bus-)Reise führte über die beachtliche technische Meisterleistung des Storebæltsbroen, der 1998 eröffneten Brücke über den großen Belt, nach Kopenhagen. Das dortige Koncerthuset von Danmarks Radio (in Sebstdefinition heute ausschließlich „DR“ bezeichnet) ist vom Architekten Jean Nouvel entworfen und 2009 eröffnet worden. Hier wurde am 11. Juni das Programm wie in Aalborg aufgeführt und auch vom dänischen TV mitgeschnitten.

Der Fortgang der Tournee bescherte dem Orchester in Helsinki am 13. Juni ein Wiedersehen mit der erstmalig 2012 unter Sakari Oramo ins Visier genommenen Halle „Musiikkitalo“, die 2011 in Betrieb genommen worden war und für deren akustisches Innenleben der dafür weltweit kompetente Japaner Yasuhiro Toyota verantwortlich zeichnet. Das hier gespielte Programm war die Lemminkäinen-Suite op. 22 von Jean Sibelius und danach die Symphonie Nr. 3 in D-Dur D 200 von Franz Schubert und die Ouvertüre Nr. 3 (Leonoren-Ouvertüre) op. 72b von Ludwig van Beethoven. Das finnische Fernsehen schnitt dabei ebenfalls mit.

Die fünfte und letzte Station der Reise wurde am 14. Juni mit dem uns hinlänglich bekannten und sehr geschätzten Konserthuset in Stockholm erreicht. Hier gab es ein Programm abseits aller skandinavischen Jubiläen und ein Wiedersehen mit Nikolai Znaider, mit dem das Violinkonzert D-Dur op. 35 von Peter Iljitsch Tschaikowsky – so wie im Abonnementkonzert – aufgeführt wurde und wobei Znaider auch mit einer Zugabe (J.S. Bach, Sarabande aus der 2. Partita d-Moll) nicht geizte. Mit Schubert und Beethoven wie am Vortag sowie den schon sehr vertrauten Strauß-Encores klang das Konzert aus.

 

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