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Das Philharmonische Tagebuch

Aktivitäten 2016

Di, 15. November 2016

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Konzerte in Seoul mit Myung Whun Chung

Sich überschneidend mit dem Konzertblock Muti und zugleich in die diesjährige Staatsoperntournee nach Japan eingebettet war ein „Ausflug“ der Wiener Philharmoniker nach Seoul mit Maestro Myung Whun Chung.

Zwei Konzerte am 1. und 2. November 2016 waren mit jeweils dem gleichen Programm, aber in zwei verschiedenen Lokalitäten angesetzt. Die Proben dafür wurden im Bunka Kaikan in Tokio abgehalten, und eine Aufstockung der bis dahin in Japan anwesenden Orchesterbesetzung (für die Aufführungen der „Ariadne auf Naxos“) reiste somit zu diesen an. Es ging um Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 6 op. 68 in F-Dur „Pastorale“ und um Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 4 op. 98 in e-Moll.

Das erste Konzert am 1. November fand in der erst vor kurzem im August 2016 eröffneten „Lotte Hall“ statt; sie liegt im 8. Stock eines dem multinationalen Großkonzern Lotte gehörigen Einkaufszentrums, im stets belebten Stadtteil Jamsil, unmittelbar benachbart einem „Lotte World“ genannten Vergnügungspark, wobei dieser beworben wird als das größte Indoor-Freizeit-Gelände der Welt; eine thematische Nähe zu ähnlichen Parks der Firma Disney kann hier nicht abgesprochen werden. Die in Korea allgegenwärtige Bezeichnung „Lotte“, gegründet 1948, steht jetzt für ein Firmenkonglomerat, das Lebensmittelproduktion, Kaufhaus- und Hotelketten, ferner u.a. auch ein Baseballteam sein eigen nennt; und sich jetzt ebenfalls im Kulturbetrieb einen Namen zu machen sucht. (Nach einer fundierten Expertenaussage leitet sich außerdem der Ausdruck „Lotte“ wahrhaftig von der Geliebten in Goethes „Werther“ her, die der Firmengründer Shin Kyukho hier im Sinn gehabt haben soll.) Um hier einen von etwaigen äußeren akustischen Einwirkungen völlig freien Konzertbetrieb zu ermöglichen, wurde unter der Leitung des berühmten japanischen und weltweit tätigen Experten Yasuhisa Toyota eine Art Box-in Box-Konstruktion geschaffen, indem das Auditorium von den Außenmauern durch einen vakuum-ähnlichen Zwischenraum getrennt ist. Durch diese Abfederung kann auch jedwede Vibrationsübertragung vermieden werden. Übrigens ist die hier eingebaute Konzertorgel, als jetzt Koreas größtes Instrument seiner Art, von der Vorarlberger Firma Rieger gefertigt.

Das Konzert am Folgetag fand dann im schon bekannten Seoul Arts Center statt, das in Verbindung mit der damaligen Sommer-Olympiade 1988 eröffnet und einer innovativen Generalsanierung 2005 unterzogen worden war. – Dem lebhaften und höchst begeisterungsfähigen Publikum wurde mit jeweils zwei Zugaben entsprochen, nämlich mit weiterem Brahms: dem dritten Satz der Symphonie Nr. 3 in F-Dur op. 90 und darauf seinem Ungarischen Tanz Nr. 1 in g-Moll. – Die nächstentags erfolgende Rückreise war nun eben keine in Richtung Heimat, nachdem in Tokio noch mehrfach eine ganze Hochzeit des Figaro der Durchführung harrte sowie Konflikte in der germanischen Helden- und Götterwelt in Gestalt der „Walküre“ zu bestreiten waren.

 

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