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Das Philharmonische Tagebuch

Nachrichten 2016

Mi, 30. November 2016

Prof. Reinhard Öhlberger

Nachrichten

 

Jahrestreffen der Österreich-Zentren an der Hebräischen Universität Jerusalem

Am 16. und 17. November erhielt das stattfindende „Jahrestreffen der Österreich-Zentren“ (der Austrian und Central European Centers des Europäischen Forums an der Hebräischen Universität Jerusalem) in Jerusalem einen philharmonischen Akzent. Am Vorabend des jährlichen Symposions konzertierte ein Oboentrio mit den Orchestermitgliedern Harald Hörth und Wolfgang Plank (dieser letztere zugleich Leiter des Historischen Archivs des Orchesters) zusammen mit Josef Bednarik von der Wiener Volksoper im Abraham Hostel in Jerusalem, auf Einladung der Österreichischen Botschaft. Das begeisterte und zum Großteil jugendliche Publikum hörte Werke für zwei Oboen und Englischhorn von Anton Wranitzky, Ludwig van Beethoven, Eli Freud, Johannes Holik und Josef Bednarik. Diese gleichsam „oboenlastige“ Konzertgestaltung hatte auch einen Hintergund: es konnte mit großer Freude Yudit Freud, Witwe nach dem Oboisten, Organisten, Dirigenten und Komponisten Eli Freud (1914 – 2010) und ihre Familie begrüßt werden. Eli Freud war Schüler des philharmonischen Oboisten Alexander Wunderer (1877 – 1955, Orchestervorstand von 1923 bis 1932) gewesen. Seiner Flucht nach Prag 1938 folgte die Emigration 1939 nach Palästina. Als lebenslanger Verfechter der Wiener Oboe war es ihm – so wie die Witwe erzählt – zwar nicht möglich gewesen, in einem israelischen Orchester eine Anstellung als Oboist zu erhalten; markante Spuren Freuds im Kulturleben des Landes sind jedoch unübersehbar. Zu seinen vielseitigen Tätigkeiten gehören 1955 die Gründung der Israel Bach Society; 1990 wurde Eli Freud Leiter des Jerusalem Chamber Orchestra; weiters wirkte er als Archivar des Israelischen Rundfunkorchesters.

Am 17. November hielten zum Beginn der Tagung Dr. Silvia Kargl vom Historischen Archiv der Wiener Philharmoniker und Dr. Friedemann Pestel von der Albert-Ludiwgs-Universität Freiburg im Breisgau einen Gastvortrag mit dem Titel „Ambivalent Loyalties. The Vienna Philharmonic between National Socialism and Post-War-Austria“, in dem sie ihre neuen Forschungsergebnisse vorstellten. Die Initiative war eine Einladung der Österreichischen Botschaft wie auch des Austrian Cultural Forum Tel-Aviv. Grundlage des Vortrages ist eine gemeinsame wissenschaftliche Arbeit, wie sie in ihrer ursprünglichen Form auch auf der Website der Wiener Philharmoniker wiedergegeben ist.

 

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