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Das Philharmonische Tagebuch

Interna 2016

Mo, 04. Juli 2016

Prof. Reinhard Öhlberger

Interna

 

95. Geburtstag von Walter Barylli

Am 16. Juni gab es das seltene Vergnügen, dass ein Mitglied der Wiener Philharmoniker seinen 95. Geburtstag feierte: Prof. Walter Barylli, vormaliger Konzertmeister des Orchesters und auch gewesener Vorstand des Vereins Wiener Philharmoniker.

Walter Barylli wurde am 16. Juni 1921 in Wien geboren, erlernte das Violinspiel zuerst bei seinem Onkel, wurde später vom philharmonischen Konzertmeister Franz Mairecker (*1879 †1950) unterrichtet. Im jugendlichen Alter von siebzehn Jahren konnte er bereits beim Probespiel eine Stelle im Orchester (1938) erringen, sowie ein Jahr später nach abermaligem Probespiel zum Konzertmeister aufsteigen. Zum Vizevorstand 1964 gewählt, trat er die Nachfolge seines Kammermusikkollegen Otto Strasser als Vorstand für die Amtsperiode von 1966 bis 1969 an. Die Tätigkeit des Barylli-Quartett erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte, zuerst in der Formation Walter Barylli, Otto Strasser (Violinen), Rudolf Streng (Viola) und Richard Krotschak (Violoncello), in weiterer Folge die drei Erstgenannten zusammen mit Emanuel Brabec.

In die Ära der Vorstandszeit Walter Barylli fällt die Umbenennung der Salzburger Marktgasse in „Wiener Philharmoniker-Gasse“, ein wichtiger Schritt der Salzburger Politik, deutliche Zeichen der Verbundenheit mit unserem Orchester zu signalisieren; das war in den 1960er Jahren ein durchaus bedeutsames Anliegen der Philharmoniker im Wettstreit mit anderen um signifikante Präsenz in Salzburg.

Walter Barylli hat mit seinem Buch „Ein Philharmoniker einmal anders“ (2006 im Verlag seines Sohnes Andreas Barylli erschienen) eine Autobiographie hinterlassen, die nicht nur wegen der Lebensgeschichte des Künstlers, seiner kammermusikalischen Tätigkeit und seiner Funktion im Orchester ihre Bedeutung hat. Es geht dabei um den zeitgeschichtlichen Aspekt, um das so genannte „Kriegstagebuch“, das Walter Barylli zusammen mit seinen Geigerkollegen Walter Weller sen. und Wolfgang Poduschka verfaßt hat und das hier wiedergegeben ist. Das Geschick der „Volkssturmeinheit Wiener Philharmoniker“ von Ende März und Anfang April 1945 ist hier im tageweisen Ablauf detailreich festgehalten, ein brisantes Dokument des dramatischesten Abschnitts philharmonischer Geschichte. – Vor zwei Jahren erschien von diesem Buch auch eine japanische Übersetzung.

Das Orchester wünscht dem Jubilar von ganzem Herzen noch weitere gesunde und wohlverbrachte Jahre und ebenso noch viel Freude an der Musik.

 

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