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Das Philharmonische Tagebuch

Sun, 27. October 2013

Dr. Clemens Hellsberg

Interna

 

Tod von Gerhard David-Schulleri

Gerhard David-Schulleri ©  Terry Linke Gerhard David-Schulleri | + Am 7. Oktober 2013 starb in Wien Professor Gerhard David-Schulleri. Der langjährige Angehörige unserer Sekundgeigergruppe wurde am 26. Mai 1941 in Cluj (Klausenburg, Rumänien) geboren und 1946 von der Familie seiner Tante, Theresia David, adoptiert. Im Alter von sechs Jahren erhielt er in seiner Geburtsstadt den ersten Violinunterricht von Paula Kouba, die ihrerseits in Wien studiert hatte. Nach Beendigung des Musikgymnasiums, welches er mit Auszeichnung abschloß, bestand er die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Cluj, wo er in der Folge als Solist und Kammermusiker große Erfolge feierte – so gastierte er etwa mit seinem Streichquartett beim „Festival George Enẹscu“ in Bukarest. Als er 1966 die Staatsprüfung mit Diplom ablegte, konnte er schon auf mehrere Jahre als Berufsmusiker verweisen: Von 1962 bis 1969 gehörte er als Primgeiger der Staatsphilharmonie Cluj an, wobei er auch im Kammerorchester dieses Ensembles spielte und von 1964 bis 1969 am Städtischen Musikgymnasium Violine unterrichtete.

Während einer Tournee der Staatsphilharmonie nach Rom im Mai 1969 verließ Gerhard David-Schulleri das Orchester und flüchtete nach Wien. Aufgrund seiner eminenten geigerischen Begabung erlangte er sogleich ein neues Engagement – noch im Jahre 1969 wurde er Mitglied des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters und erhielt auch umgehend die Einladung, mit Manfred Geyrhalter und Thomas Kakuska Kammermusik zu spielen. In der Folge nahm er vier Jahre Unterricht an der Wiener Musikakademie bei unserem früheren Konzertmeister Josef Sivo, und dieses ebenso bemerkenswerte wie intensive Bemühen um Perfektionierung zeitigte den verdienten Erfolg – mit 1. September 1973 wurde er Mitglied der Sekundgeigergruppe des Staatsopernorchesters, per 1. Februar 1977 erfolgte seine Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker. In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte sich Professor Gerhard David-Schulleri, der sich zeitlebens durch tiefes Verständnis für junge Menschen und große Bescheidenheit auszeichnete, ausschließlich auf die Orchestertätigkeit, ehe er am 1. September 2004 in den dauernden Ruhestand trat.

 

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