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Das Philharmonische Tagebuch

Mo., 24. Jänner 2005

Aktuelles

 

Neujahrskonzert 2005 im Zeichen des Tsunami

Die Welt hat sich in den letzten Wochen dramatisch verändert: Die Flutkatastrophe in Asien brachte unendliches Leid über Millionen Opfer und löste unter der übrigen Menschheit Schock und Entsetzen aus. In dieser Situation kann es nur einen einzigen Hoffnungsschimmer geben – die internationale Solidarität. Die Wiener Philharmoniker und ihr Ehrenmitglied Lorin Maazel haben versucht, im Rahmen des Neujahrskonzerts 2005 mit einem bescheidenen Zeichen des Mitgefühls sich den unzähligen Menschen in aller Welt anzuschließen, denen die Hilfe für die Überlebenden und der Wiederaufbau der Katastrophengebiete ein Anliegen ist.

Von seiner ursprünglichen Konzeption her stand das Neujahrskonzert 2005 im Zeichen mehrerer Jubiläen: Genau 50 Jahre zuvor hatte Willi Boskovsky das erste von insgesamt 25 Neujahrskonzerten dirigiert; vor 25 Jahren dirigierte Lorin Maazel erstmals diese Veranstaltung, und das heurige Neujahrskonzert erinnerte nicht nur an dieses "Silberne Jubiläum", sondern war gleichzeitig auch ein Geschenk zu seinem bevorstehenden 75. Geburtstag. Auch der 100. Jahrestag der Relativitätstheorie Alfred Einsteins wurde musikalisch bedacht.

Das heurige Programm beinhaltete 19 bekannte sowie auch weniger bekannte Werke der Strauß-Dynastie und deren Zeitgenossen Franz von Suppé und Josef Hellmesberger. Der Zugabenteil begann zunächst traditionell – der Schnellpolka "Auf der Jagd", op. 373, von Johann Strauß folgte der "Donauwalzer". Auf den "Radetzkymarsch" und das damit verbundene "rituelle" Klatschen wurde hingegen in Hinblick auf die unvorstellbaren Ausmaße der Folgen des Seebebens sowie aus Respekt vor den Opfern und dem Leid der Angehörigen verzichtet. Stattdessen überreichte Vorstand Dr. Clemens Hellsberg dem Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Jong-wook Lee, nach Beginn des zweiten Teils des Konzerts eine Spende der Wiener Philharmoniker und Lorin Maazels in Höhe von € 115.000,- als Beitrag zur Versorgung der Überlebenden mit Trinkwasser.

Dr. Hellsberg wandte sich dem Publikum im Großen Musikvereinssaal, sowie den internationalen Fernsehzuschauern mit folgenden Worten zu:

"Das heurige Neujahrskonzert steht im Schatten der unvorstellbaren Katastrophe in Asien. Es ist unmöglich, die Musik der Strauß-Dynastie zu hören und die Bilder des Schreckens zu verdrängen.

Es ist aber auch unmöglich, nicht zu versuchen, dieses namenlose Leid zu lindern. Die Wiener Philharmoniker und ihr Ehrenmitglied Lorin Maazel schließen sich den zahllosen Spendern in aller Welt an und übergeben Herrn Dr. Jong-wook Lee, dem Generaldirektor der World Health Organisation, €115.000,- zur Versorgung der Überlebenden mit Trinkwasser.

Wir drücken damit unsere Anteilnahme mit jenen Menschen aus, die alles verloren haben. Die internationale Solidarität ist ihre einzige Hoffnung, und wir wollen ein wenig von jener Hoffnung, welche die Musik der Strauß-Dynastie vermittelt, an die Überlebenden weitergeben.

Bitte verstehen Sie auch, daß wir das heutige Konzert mit dem Walzer "An der schönen blauen Donau" beenden. Den traditionellen Radetzkymarsch spielen wir wieder nächstes Jahr."

Auch Lorin Maazel sprach vom Podium aus zum Publikum:

"In Zeiten furchtbarer Naturkatastrophen und politischer Wirren hoffen wir, dass unsere Musik hier und heute den Geist unserer Zuschauer erhellt und neu motiviert hat, das wieder herzustellen, was Natur und Mensch zerstören.

Wir müssen uns mit aller Kraft bemühen, die Würde des Lebens zu bewahren, um durch sinnvolles Denken und Handeln den Menschen wieder Mut zur Hoffnung zu machen, auf der Suche nach einer besseren Welt.

The World Health Organization (WHO), whose task it is to bring succor to the survivors of the tidal wave, estimates there to be five million people in need of help, one million of whom, desperately.

My colleagues of the Vienna Philharmonic and I have made a modest donation to WHO of one hundred and fifteen thousand Euros. I know you will do your part."

 

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