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Das Philharmonische Tagebuch

So, 25. September 2005

Interna

 

Acht Musiker in den Ruhestand getreten

Herbert Frühauf

Herbert Frühauf kam am 2. September 1939 in Iglau (Mähren) zur Welt, erhielt jedoch seine gesamte schulische und musikalische Ausbildung in Wien. Ab 1948 studierte er am hiesigen Konservatorium Geige bei Kurt Hirschkron sowie Klavier bei Friederike Urz und legte 1958 die Diplomreifeprüfung für Violine mit Auszeichnung ab. Von 1959 bis 1963 setzte er sein Geigenstudium bei Franz Samohyl an der damaligen Musikakademie fort, wo er ferner in den Klassen von Alfred Uhl (Komposition) und Richard Hochrainer (Schlagwerk) inskribiert war. Diese Erweiterung der geigerischen wie musikalischen Ausbildung erfolgte größtenteils neben seiner beruflichen Tätigkeit - ab 1960 war er als Primgeiger des Volksopernorchesters engagiert. Nach einem weiteren Probespiel wechselte er am 1. September 1964 zu den ersten Violinen des Orchesters der WienerStaatsoper, vier Jahre später erfolgte seine Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker, seit 1980 gehört er auch der Hofmusikkapelle an.

Die vielseitigen musikalischen Interessen von Herbert Frühauf, der 1992 mit dem Berufstitel Professor ausgezeichnet wurde und ferner das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg und den Ehrenring der Wiener Philharmoniker besitzt, konzentrierten sich im Laufe der Jahre zunehmend auf die kompositorische Tätigkeit, wobei das Hauptgewicht auf kammermusikalischen Werken liegt. Daneben schrieb er Lieder, eine Streicher-Sinfonietta, eine Pizzicato-Polka sowie einen Scherzkanon für acht Fagotte und bearbeitete Werke von Richard Wagner, Gustav Mahler und Hugo Wolf. Seine Kompositionen wurden in Österreich, Deutschland, Frankreich und Japan aufgeführt und im Österreichischen Rundfunk gesendet.

Peter Götzel

Der am 16. Juni 1940 in Wien geborene Peter Götzel erhielt den ersten Violinunterricht bei den Wiener Sängerknaben, denen er bis zum elften Lebensjahr angehörte. Ab 1953 studierte er an der Musikakadernie Violine bei Edith Steinbauer und Viola bei Ernst Morawec. 1959 nahm er als Substitut an der legendären Weltreise der Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan teil, 1960 legte er die Reifeprüfung im Konzertfach Violine mit Auszeichnung ab und erhielt in diesem Jahr auch ein Engagement als Stimmführer der ersten Violinen beim Orchester des Osterreichischen Rundfunks. Am 1. Februar 1964 wurde er Primgeiger des Staatsopernorchesters und per 1. September 1969 Mitglied der Wiener Philharmoniker.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Götzel bereits eine steile Karriere als Kammermusiker begonnen, wobei er sich stets der Viola widmete: Zwischen 1965 und 1970 war er Bratschist des "Wiener Streichtrios" und des "Philharmonia-Quintetts", von 1973 bis 1987 gehörte er dem "Küchl-Quartett" an. In der Folge war er maßgeblich an der Entstehung des "Ringensembles" beteiligt und gründete mit Paul Guggenberger das "Ensemble Wien", welches sich auf Strauß- und Lannerwerke ebenso konzentrierte wie auf zeitgenössisches Musikschaffen und rasch internationalen Ruf erlangte. Peter Götzel, der für seine Leistungen u. a. den Berufstitel Professor und das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erhielt, absolvierte unzählige Kammermusikkonzerte im In- und Ausland und spielte viele Plattenaufnahmen ein, von denen einige mit renommierten Preisen (etwa die der'
"Wiener Flötenuhr" für die Interpretation der Streichquartette Mozarts) ausgezeichnet wurden. Seit dem Jahre 2000 gibt er als Dozent beim "Internationalen Musikforum Trenta" seine reichen Erfahrungen als Kammermusiker an junge Menschen weiter.

Wolfgang Herzer

Im Alter von erst elf Jahren erhielt Wolfgang Herzer, geboren am 24. August 1940 in Wien, nach einer Begabtenprufung einen Freiplatz in der Celloklasse von Richard Krotschak an der Wiener Musikakademie. Ab 1957 studierte er in Paris bei Pablo Casals, zwei Jahre später wurde er Solocellist im Opernhaus und Philharmonischen Orchester Graz. 1962 legte er in Wien die Diplomprufung mit Auszeichnung ab, ein Jahr später wurde er Solocellist bei den Wiener Symphonikern. Mit 1. September 1973 erhielt er eine Berufung als Solocellist an die Staatsoper, und bereits am 8. November 1973 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker.

Im Laufe seiner 46jährigen Tätigkeit als Berufsmusiker trug Wolfgang Herzer aufmehreren Ebenen maßgeblich zum musikalischen Geschehen unseres Landes bei. Als Kammermusiker gehörte er dem "Grazer Harfenquintett", dem "Wiener Streichtrio", dem "Europäischen Streichquartett", dem "Neuen Wiener Streichquartett", dem "Salzburger Mozarttrio" und dem "Philharmonia Quintett" an und führte zudem mit Kurt Rapf und später mit Hilde Blovsky zahlreiche Duos für Cello und Klavier auf. Ab 1963 führte ihn seine Tätigkeit als Solist in die meisten Staaten Europas sowie in die USA, nach Kanada, Mexiko, Israel, Iran und Japan, daneben setzte er mit den österreichischen Erstaufführungen des zweiten Cellokonzerts von Frank Martin sowie des C-Dur-Konzerts von Joseph Haydn Akzente und absolvierte bei mehreren Firmen Plattenaufnahmen. In den Reihen der Wiener Philharmoniker spielte er die großen Cello soli der Orchesterliteratur unter der Leitung von Dirigenten wie Karl Böhm, Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Lorin Maazel, Claudio Abbado oder Riccardo Muti. Ein großer Teil seines Lebenswerkes ist der Pädagogik gewidmet: Seit 1970 unterrichtet er an der Wiener Musikhochschule Konzertfach Cello mit größtem Erfolg, wie die Engagements zahlreicher ehemaliger Schüler bei internationalen Spitzenorchestern beweisen: Allein unter den Angehörigen unserer Cellogruppe sind mit Csaba Bornesmisza, Wolfgang Härtei, Gerhard Iberer, Robert Nagy und Eckart Schwarz-Schulz (seit September 2004 im Staatsopern-orchester) bisher fünf Mitglieder aus der Klasse Herzer hervorgegangen.

Willibald Janezic

Willibald Janezic wurde am 11. Juni 1945 in Brandenberg (Tirol) geboren und besuchte die Volks- und Mittelschule in Neunkirchen, wo er 1963 maturierte. Nachdem er zunächst Violine gelernt hatte, wechselte er im Alter von 18 Jahren zum Horn, wobei er von Friedrich Gabler und Leopold Kainz, Mitglied der Wiener Philharmoniker von 1932 bis 1967, Privatunterricht erhielt. Mit Beginn des Studienjahres 1963/64 wurde er in die Klasse von Friedrich Gabler an der Wiener Musikakademie aufgenommen. Im September 1967 erhielt er ein Engagement als Hornist in der Wiener Volksoper, setzte jedoch sein Studium vier weitere Jahre fort und legte im Juni 1971 die Diplomprüfung mit Auszeichnung ab. Drei Monate später erfolgte der entscheidende Schritt in seiner Laufbahn: Per 1. September 1971 wurde Willibald Janezic Mitglied des Staatsopernorchesters, die Aufnahme bei den Wiener Philharmonikern datiert mit 1. Jänner 1975.

In der Folge konzentrierte er sich intensiv auf die Lehrtätigkeit: Bereits 1977 wurde er Assistent Friedrich Gablers, 1991 wechselte er in derselben Funktion in die Klasse unseres langjährigen ersten Hornisten Roland Berger. Ab 1995 wirkte er als Vertragslehrer an der Musikhochschule, ehe er mit 1. März 2000 eine Berufung zum Ordinarius für Horn an der Universität für Musik Wien erhielt. Auf der pädagogischen Ebene konnte Willibald Janezic, den die Wiener Philharmoniker 1999 mit dem Ehrenring auszeichneten, jedoch bereits lange zuvor einen großen Erfolg verzeichnen: Er war der erste Lehrer seines Sohnes Ronald, der seit 1990 als erster Hornist in unseren Reihen tätig ist.

Günter Lorenz

Nach 47jährigerTätigkeit als Berufsmusiker trat eine "Legende" in den dauernden Ruhestand: Günter Lorenz, geboren am 18. Februar 1940 in Wiener Neustadt, zählte seit seinem Engagement im Jahre 1959 zu den Säulen unseres Orchesters. Nachdem er ursprünglich Violine und Klavier und seit 1952 Klarinette gelernt hatte, wechselte er 1955 in die Oboenklasse von Dr. Hans Hadamowsky und fiel sofort durch sein eminentes Talent auf, erhielt er doch nach nur dreimonatigem Unterricht einen Begabtenpreis der Wiener Philharmoniker. 1958 wurde er vom Großen Wiener Rundfunkorchester engagiert, ein Jahr später legte er die Diplomprüfung mit Auszeichnung ab und trat nach erfolgreichem Probe spiel am 1. September 1959 seinen Dienst als Oboist und Englischhornist der Wiener Staatsoper an. Mit 1. November 1963 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, seit 1973 gehört er der Wiener Hofmusikkapelle an.

Im Laufe seiner fast ein halbes Jahrhundert währenden Orchestertätigkeit spielte Lorenz sämtliche großen Englischhornsoli der Konzert- und Opernliteratur wie etwa jenes im langsamen Satz von Antonin Dvoraks Symphonie "Aus der Neuen Welt" oder in Richard Wagners "Tristan und Isolde", das in einer exemplarischen Plattenaufnahme unter der Leitung von Sir Georg Solti vorliegt. Daneben widmete er sich der Unterrichtstätigkeit: 1974 wurde er Assistent seines Lehrers Dr. Hadamowsky (mit dessen Tochter Hedi er seit 44 Jahren verheiratet ist), 1982 erfolgte die Berufung zum Ordentlichen Professor. Ein weiteres Interesse von Günter Lorenz galt der Vervollkommnung seines Instruments: In unermüdlicher Forschungsarbeit beschäftigte er sich mit dem Rohr- und Instrumentenbau und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zum Weiterbestand
der Wiener Oboe, welcher für das klangliche Erscheinungsbild unseres Orchesters zentrale Bedeutung zukommt.

William McElheney

William McElheney wurde am 20. Mai 1954 in Berkeley (Kalifornien) geboren und schloß das Studium an der dortigen High School 1972 mit dem Diplom ab. Im Anschluß daran studierte er an der Indiana University School of Music in Bloomington Posaune bei Lewis Van Haney, einem früheren Mitglied der New Yorker Philharmoniker. Im Jahre 1974 erhielt er ein Engagement als erster Posaunist der Münchner Symphoniker, zwei Jahre später wechselte er in das Staats-orchester Kassel, mit dem er auch als Solist auftrat. Nach erfolgreichem Probespiel wurde er von der Wiener Staatsoper verpflichtet, in deren Orchester er ab 1. September 1981 zweite Posaune und Baßtrompete spielte, und drei Jahre später erhielt er die Mitgliedschaft bei den Wiener Philharmonikern.

William McElheney, der seit 1984 auch der Wiener Hofmusikkapelle angehörte und von 1986 bis 1988 Mitglied des Betriebsrates des nichtdarstellenden künstlerischen Personals der Wiener Staatsoper gewesen war, widmete sich zuletztzunehmend einem anderen Metier: Nachdem er sich schon zuvor als Ubersetzer von Lehr- und Fachbüchern für Posaune betätigt hatte, betreut er seit geraumer Zeit mit großer Ambition und Akribie die Internet Site unseres Orchesters (www.wienerphilharmoniker.at) und ist auch für deren englische Übersetzung verantwortlich.

Helmuth Puffler

Nach der 1958 abgelegten Matura am Bundesrealgymnasium seiner Heimatstadt Wels, wo er am 1. April 1940 geboren worden war, begann Helmuth puffier an der WieDer Musikakademie mit dem Violinstudium bei Karl Rosner (der von 1938 bis 1969 Primgeiger der Wiener Philharmoniker war und am 13. Juni 2001 im 97. Lebensjahr verstarb). Als er 1965 die Diplomprüfung mit Auszeichnung ablegte, hatte er bereits eine Laufbahn als Orchestermusiker begonnen: Noch während seiner zweijährigen Tätigkeit als Konzertmeister des "Wiener Barockensembles" wurde er 1963 Mitglied der Primgruppe des Volksopernorchesters, und nach einem weiteren erfolgreichen Probe spiel kam er mit 1. September 1964 als erster Geiger in das Orchester der Wiener Staatsoper. Am 1. März 1966 wurde er in den Verein Wiener Philharmoniker aufgenommen.


Helmuth Puffier, der u. a. mit dem Berufstitel Professor und dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet wurde, widmete sich intensiv der Kammermusik: Von 1966 bis 1977 gehörte er dem "Wiener Streichquartett" an, er war ferner Mitglied des »Collegium Musicum" und der "Österreichischen Kammersolisten", gründete 1988 das "Biedermeier Ensemble Wien" und bestritt mit den genannten Formationen nicht nur zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, sondern spielte auch viele Werke für Tonträger ein. 1980 erhielt er einen Lehrauftrag für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule, bei dem ihm neben seinen einschlägigen Erfahrungen auch sein zweites Studium zugute kam - 1958 hatte er neben der Violine Musikerziehung und Geschichte inskribiert.

Wolfgang Schuster

Am 30. August 1942 wurde Wolfgang Schuster in Wien als Sohn des philharmonischen Paukers Gustav Schuster (1910-1986) geboren und belegte schon mit 13 Jahren auf der Musikakadernie das Konzertfach Schlagwerk bei Hans Gärtner, Mitglied unseres Orchesters von 1925 bis 1961. Im Alter von 17 Jahren wurde er erster Pauker des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters, erhielt aber nach Abschluß des Studiums im Jahre 1960 bereits per 1. September 1961 ein Engagement als Schlagwerker der Staatsoper. Am 1. November 1965 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, seit 1977 gehörte er der Hofmusikkapelle als Pauker an. 1979/80 und 1990/91 war er Komiteemitglied in beratender Funktion, von 1988 bis zu seiner nunmehrigen Pensionierung leitete er unser Pressereferat.

Wolfgang Schuster, der mit dem Professorentitel und mehreren Auszeichnungen auf Bundes- und Landesebene geehrt wurde, gab der heimischen Musikszene wichtige Impulse: Er war als Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheater (1970-l980) bzw. der Osterreichischen Interpretatorengesellschaft OESTIG (1976-1984) tätig, gründete 1981 den Attergauer Kultursommer (bzw. 2002 das Festival Attersee Klassik), 1985 die Styriarte Graz und 1994 das Internationale Orchesterinstitut Attergau, in dessen Rahmen Studenten aus Europa und Übersee von philharmonischen Dozenten im Sinne der Wiener Musiziertradition unterrichtet werden. Damit bewies er einmal mehr das Interesse, welches er seit jeher dem Wiener Klangstil zuwendete: 1990 organisierte er das Symposion "Klang und Komponist" (dessen Bericht 1992 in Buchform erschien), und 1982 gründete er die Firma "Wiener Schlaginstrumentenbau" mit dem Ziel, die Weiterentwicklung von Schlagwerkinstrumenten, insbesondere von Pauken des Wiener Systems zu fördern.

 

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