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Das Philharmonische Tagebuch

Interna 2008

Fr, 03. Oktober 2008

Interna

 

Sechs Mitglieder treten in den Ruhestand

Prof. Volker Altmann

Volker Altmann wurde am 5. Mai 1943 in Jena als Sohn des österreichischen Musikers Eduard Altmann geboren, erhielt mit zwölf Jahren den ersten Hornunterricht und studierte ab 1958 an der Wiener Musikakademie Horn bei Gottfried von Freiberg, dem Ersten Hornisten der Wiener Philharmoniker, und Satzlehre bei Alfred Uhl. 1960/61 war er am Raimundtheater tätig, 1962 erhielt er ein Engagement im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper. 1964 schloß er das Hornstudium mit der Reifeprüfung ab und trat nach einem erfolgreichen Probespiel am 1. September in das Orchester der Wiener Staatsoper ein, mit 1. September 1966 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. In der Folge gehörte er dem Verwaltungsausschuß in beratender Funktion an (1972/73, 1976 bis 1978) und war ferner im Betriebsrat des Staatsopernorchesters tätig, wo er maßgeblich an der Erarbeitung eines neuen Kollektivvertrages beteiligt war.

Daneben profilierte sich Volker Altmann, der 1997 mit dem Berufstitel Professsor ausgezeichnet wurde, als Kammermusiker, Lehrer und Wegbereiter zeitgenössischer Musik: Er spielte bei der "Bläservereinigung der Wiener Philharmoniker" und den "Wiener Virtuosen", war Mitbegründer der "Wiener Bläsersolisten" bzw. des von Gerhart Hetzel geführten "Wiener Kammerensembles" und langjähriger Partner von Gidon Kremer bei dessen Kammermusikfest in Lockenhaus. Ab 1982 leitete er eine Hornklasse am Konservatorium der Stadt Wien, ab 1988 unterrichtete er Bläserkammermusik an der Wiener Musikhochschule, daneben arbeitete er bei zahlreichen Institutionen als Dozent. Neben seiner intensiven Tätigkeit beim Ensemble "die reihe" war er gemeinsam mit Otto M. Zykan, HK Gruber, Kurt Schwertsik und seinem Bruder Roland Altmann Mitbegründer des "MOB art & tonART Ensemble".

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Prof. Werner Hink

Im Alter von sechs Jahren erhielt Werner Hink, geboren am 18. März 1943 in Wien, den ersten Violinunterricht am Konservatorium der Stadt Wien bei Luise Bilek und setzte ab 1962 das Studium bei Franz Samohyl an der damaligen Musikakademie fort, nachdem er ein Jahr zuvor an der Radetzky Realschule maturiert hatte. 1962 legte er die Diplomprüfung für Konzertfach Violine mit Auszeichnung ab, per 1. Jänner 1964 wurde er als Primgeiger im Orchester der Wiener Staatsoper engagiert bzw. am 1. November 1965 in den Verein Wiener Philharmoniker aufgenommen. Nach erfolgreichen Probespielen avancierte er 1967 zum Stimmführer der Primgeigergruppe und 1974 zum Konzertmeister. In dieser Funktion spielte er viele der großen Orchestersoli, etwa Richard Strauss' "Der Bürger als Edelmann" (Wolfgang Sawallisch, 1986), "Ein Heldenleben" (Daniel Barenboim, 1997; Sir Simon Rattle, 2003) und "Also sprach Zarathuustra" (Georges Prêtre, 1995; Lorin Maazel, 1999), Haydns Symphonia concertante in B-Dur, Hob. I: 105 (Sylvain Cambreling, 1992; Zubin Mehta, 2003), mehrere Violinwerke von Mozart und gemeinsam mit Erich Binder das Konzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach, BWV 1043 (Zubin Mehta, 1976).

Zusätzlich zur Tätigkeit im Orchester absolvierte Werner Hink, der neben dem Berufstitel Professor u. a. mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie (am 30. Juni 2008 nach einer ihm gewidmeten Vorstellung von Tschaikowskys Oper "Pique Dame" auf offener Bühne der Wiener Staatsoper) mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet wurde, eine äußerst erfolgreiche Karriere als Kammermusiker. Mit dem 1964 von ihm gegründeten "Wiener Streichquartett" konzertierte er auf der ganzen Welt, spielte zahlreiche Schallplatten ein und profilierte sich als herausragender Repräsentant wienerischen Musizierstiles. Er feierte außerdem große internationale Erfolge mit dem von ihm geführten "Wiener Oktett" bzw. widmete sich mit Jasminca Stancul und Fritz Dolezal dem Klaviertrio. Seit 1974 gehört Werner Hink der Wiener Hofmusikkapelle an, seit 1982 leitet er eine Violinklasse am Konservatorium Wien.

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Prof. Günter Högner

Mit Günter Högner beendete ein weiterer überaus profilierter philharmonischer Solist seine Orchestertätigkeit. Geboren am 16. Juli 1943 in Wien, erhielt er ab 1956 Hornunterricht am Konservatorium der Stadt Wien bei Franz Koch und wechselte fünf Jahre später an die damalige Musikakademie, wo er bei Leopold Kainz, einem langjährigen Mitglied der Wiener Philharmoniker, studierte. Gleichzeitig absolvierte er einige "Lehrjahre" in diversen Ensembles (1961 Kurorchester Bad Hall, 1962/63 Baden bei Wien, 1963/64 Orchester des Raimundtheaters), ehe er 1965 als Erster Hornist des Volksopernorchesters engagiert wurde. Am 1. September 1967 wechselte er in die Wiener Staatsoper, wo er zunächst am Dritten Horn tätig war, ehe er 1971 zum Ersten Horn aufstieg. In diesem Jahr erfolgte auch seine Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker, wo er alle großen Orchester Soli ebenso spielte wie das Erste Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach (Otto Klemperer, 196 ,die Serenade Opus 7 von Richard Strauss (Claudio Abbado, 1973) oder Mozarts Symphonia concertante in Es-Dur, KV 297b (Karl Böhm, 1976; Theodor Guschlbauer, 1981; Adam Fischer, 1984) und ferner unter der Leitung von Karl Böhm die vier Hornkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart für Tonträger aufnahm.

Ebenso glänzende Erfolge feierte Günter Högner als Kammermusiker: Mit dem "Wiener Oktett" sowie dem "Ensemble Wien-Berlin'" absolvierte er zahlreiche Konzertreisen in Europa und Übersee, gastierte bei diversen großen Festivals und spielte sämtliche Spitzenwerke der ihn betreffenden Kammermusikliteratur (Ludwig van Beethovens Septett, Franz Schubert Oktett, Johannes Brahms' Horntrio u. a.) für Schallplatte ein. 1981 wurde er Lehrer an der Musikhochschule Graz/Expositur Oberschützen, seit 1982 ist er Ordentlicher Universitätsprofessor, wobei er seine Unterrichtstätigkeit durch die Mitwirkung bei diversen Kursen (Internationales Orchesterinstitut .Attergau, Pacific Music Festival Sapporo, Gustay Mahler Jugendorchester) ergänzte.

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Prof. Gerhard Kaufmann

Gerhard Kaufmann
wurde am 11. Mai 1943 in Oberschützen als Sohn des Pianisten Herbert Kaufmann geboren. 1944 übersiedelte die Familie nach Feldkirchen (Kärnten), wo er ab 1948 den ersten Klavierunterricht von seinem Vater erhielt. Im Alter von fünfzehn Jahren lernte er Violoncello an der Villacher Musikschule, nach der 1961 in Villach abgelegten Matura inskribierte er an der damaligen Wiener Musikakademie Konzertfach Violoncello bei Wilfried Böttcher sowie Musikerziehung Lehrgang A, den er 1965 mit der Lehramtsprüfung und der Sponsion zum Magister abschloß. Ab 1966 setzte er das Cellostudium bei unserem langjährigen Solocellisten Richard Krotschak fort, wurde im Oktober 1968 Preisträger beim Pablo Casals Wettbewerb in Budapest und trat nach einem erfolgreichen Probespiel am 1. September 1969 seinen Dienst als Cellist des Orchesters der Wiener Staatsoper an.

Am 1. März 1973 wurde Gerhard Kaufmann in den Verein Wiener Philharmoniker aufgenommen, wo er in der Folge wichtige administrative Funktionen. bekleidete und somit einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Selbstverwaltung leistete: Von 1987 bis 2007 war er als Kartenverwalter tätig (und damit vielen Abonnenten vor allem der Sonntagsmatineen persönlich bekannt), von 1998 bis 2007 fungierte er auch als Reiseleiter. Im Jahre 1974 gründete Gerhard Kaufmann, der u. a. mit dem Berufstitel Professor und dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet wurde, die international erfolgreichen "Wiener Streichersolisten" , denen er bis 1990 angehörte.

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Friedrich Pfeifer

Wie mehrere andere nachmalige Mitglieder der Wiener Philharmoniker begann Friedrich Pfeiffer, geboren am 25. Februar 1958 in Hainburg/Donau, seine musikalische Karriere bei einer traditionsreichen musikalischen Institution - den Wiener Sängerknaben, denen er von 1968 bis 1972 angehörte, wobei er als Solist unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt Kantaten von Johann Sebastian Bach aufnahm und als Erster Knabe in Mozarts "Zauberflöte" an der Bayerischen Staats per München und an der Wiener Staatsoper auftrat. Nach dem Abschied von den Wiener Sängerknaben begann er mit dem Hornstudium bei Josef Veleba, der von 1940 bis 1977 aktives Mitglied der Wiener Philharmoniker war.

Bereits mit achtzehn Jahren wurde Friedrich Pfeiffer Erster Hornist des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters, Zwei Jahre später hatte er diese Position bei den Wiener Symphonikern inne, ehe er in das Orchester der Wiener Staatsoper wechselte, wo er am 1. September 1981 seinen Dienst antrat und in der Folge als Erster, Dritter und Vierter Hornist tätig war. Per 1. Jänner 1985 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, mit denen er unter der Leitung von Riccardo Muti am 1. Februar 1987 Mozarts Symphonia concertante in Es-Dur, KV 297b, spielte. Seit 1987 gehörte Friedrich Pfeiffer auch der Hoffmusikkapelle an, womit er an den Ort seiner ersten musikalischen Tätigkeit zurückkehrte. Nach der Absolvierung des Kapellmeisterstudiums bei Karl Österreicher wandte er sich der Dirigententätigkeit zu und leitete diverse Orchester in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Japan. (www.friedrichpfeiffer.at)

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Prof. Peter Wächter

Den entscheidenden Anstoß zum Violinspiel erhielt Peter Wächter, der am 8. Oktober 1941 in Wien geboren wurde, von seinem Großvater. Ab dem achten Lebensjahr lernte er bei Erich Graf, der von 1936 bis 1972 unserem Orchester angehörte. Nach der 1959 abgelegten Matura setzte er das Violinstudium an der damaligen Musikakademie bei Franz Samohyl fort, dem längst legendären Lehrer mehrerer Generationen von Geigern und Bratschisten, darunter dreißig Mitglieder der Wiener Philharmoniker. Sein erstes Engagement erhielt er 1961 im Kurorchester Bad Gastein, in der Saison 1961/62 war er beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester tätig. Es folgte eine Verpflichtung im Burgtheaterorchester, ehe er mit 1. Jänner 1964 seinen Dienst in der Wiener Staatsoper antrat, wo er nur neun Monate später nach einem weiteren erfolgreichen Probespiel zum Stimmführer der Zweiten Violinen aufstieg. Am 1. November 1965 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, in deren Reihen er seit 1981 die Position des Ersten Vorgeigers der Sekundgeigergruppe innehatte.

Während seiner Akademiezeit studierte Peter Wächter, der im Verlaufe seiner langen Laufbahn mit dem Professorentitel und mehreren sichtbaren Auszeichnungen geehrt wurde, Kammermusik bei Wilfried Böttcher und legte damit den Grundstein für eine äußerst erfolgreiche Tätigkeit: Er gehörte dem Philharmonia Quintett an, bestritt als Gründungsmitglied des Küchl-Quartetts zwischen 1973 und 1980 mehr als 330 Konzerte dieses Ensembles, war Mitglied und Leiter der Wiener Streichersolisten sowie des Philharmonia Trios. Seit 41 Jahren spielt Peter Wächter zudem in der Wiener Hofmusikkapelle, zusätzlich zu seinen vielfältigen künstlerischen Aufgaben war er von 1969 bis 1975 als Kartenverwalter sowie in den Jahren 1975/76 bzw. 1991/92 als Komiteemitglied in beratender Funktion tätig.

 

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