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Das Philharmonische Tagebuch

Do, 02. Dezember 2010

Aktivitäten

 

Wiener Philharmoniker-Woche in Japan 2010

Am 29. Oktober 2010 erfolgte der Abflug zur fünfzehnten "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan". Das Gastspiel, das hinsichtlich Programm und Ablauf schon im Jahre 2007 detailliert geplant worden war, war seit Jänner dieses Jahres gravierenden Veränderungen unterworfen. Zunächst mußte Seiji Ozawa wegen seiner schweren Erkrankung die künstlerische Leitung der Tournee sowie damit verbundener (Abonnement-)Konzerte in Wien und Rom niederlegen. Esa-Pekka Salonen sprang daraufhin gemeinsam Andrís Nelsons und Andrés Orozco-Estrada ein, sagte jedoch sechs Tage vor der ersten Probe aus privaten Gründen ab. Geschäftsführer Dr. Dieter Flury gelang es innerhalb von nur 24 Stunden (!), sämtliche geplanten Konzerte zu retten: Georges Prêtre, Franz Welser-Möst und Andrís Nelsons übernahmen die für Esa-Pekka Salonen vorgesehenen Termine.

Die Eröffnung der "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan" erfolgte am 1. November in der Suntory Hall in Tokio. Andrís Nelsons dirigierte Mozarts B-Dur-Symphonie, KV 319, sowie Dvořáks Symphonie "Aus der Neuen Welt" (bzw. als Zugaben Brahms' Ungarische Tänze Nrn. 21 und 22), Dietmar Küblböck brillierte als Solist des Posaunenkonzerts von Henri Tomasi. Am nächsten Tag gastierte das Orchester erstmals in der genau zwanzig Jahre zuvor eröffneten "Lilia Hall" der nahe bei Tokio gelegenen Stadt Kawaguchi, wobei Andrís Nelsons neben Mozart und Dvořák die "Symphonie mit dem Paukenwirbel" von Haydn leitete. Zur Erinnerung an dieses Konzert wurde an der Außenseite der "Lilia Hall" eine Gedenktafel angebracht und in Gegenwart zahlreicher Musikliebhaber sowie von Professor Dr. Otto Biba und Dr. Ingrid Fuchs (die eine sensationell gut besuchte Ausstellung des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde betreuten) enthüllt.

Der 3. November 2010 sollte einer der tragischsten Tage in der Geschichte unseres Orchesters werden: Um 13 Uhr verunglückte Georg Straka bei einer Besteigung des Fuji tödlich. Zum Gedenken an ihn wurde das nächste Konzert, welches am 4. November in der Suntory Hall stattfand und bei dem die erwähnten Werke von Haydn, Tomasi und Dvořák auf dem Programm standen, mit der "Air" aus der Ouvertüre Nr. 3 in D-Dur, BWV 1068, von Johann Sebastian Bach sowie einer Schweigeminute eröffnet.

Am 5. November 2010 dirigierte Andrís Nelsons in Kawasaki sein viertes und letztes Konzert im Rahmen dieser Tournee (Programm wie 2. November). Inzwischen war bereits Georges Prêtre eingetroffen, hatte eine öffentliche Probe in der Suntory Hall geleitet und das von ihm gewählte Programm (Franz Schubert, Symphonie Nr. 2 in B-Dur, D 125; Ludwig van Beethoven, "Eroica"; Zugaben: Johannes Brahms, Ungarischer Tanz Nr. 5; Johann Strauß, Schnellpolka "Tritsch Tratsch") einstudiert. Der 86jährige Künstler, der bei unserem Orchester im Jahre 1963 debütierte und die Neujahrskonzerte 2008 und 2010 dirigierte, trat mit uns zum ersten Mal in Japan auf und leitete am 6., 7. und 10. November drei Konzerte in Nishinomiya, Miyazaki und Tokio. Zwei weitere Termine der Japan-Tournee übernahm Franz Welser-Möst: Der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper erläuterte am 9. November im Rahmen eines Jugendkonzerts in beeindruckender Weise Richard Wagners Vorspiel und Liebestod aus "Tristan und Isolde" sowie die "dem lieben Gott" gewidmete Neunte Symphonie von Anton Bruckner und dirigierte die beiden Werke am Abend dieses Tages in der Suntory Hall.

Wie bei jeder "Wiener Philharmoniker-Woche in Japan" gab es mehrere begleitende Veranstaltungen. Hans Peter Schuh leitete eine Master Class, Dr. Clemens Hellsberg hielt einen Vortrag über Robert Schumann (geboren am 8. Juni 1810) und Otto Nicolai (geboren am 9. Juni 1810), in dessen Rahmen Rainer Küchl, Eckhard Seifert, Tobias Lea und Gerhard Iberer Werke der beiden Komponisten spielten, und Suntory lud zur traditionellen Welcome Party bzw. zu einer Schlußveranstaltung. Die Teilnahme am obligaten Empfang des "Vereins der Freunde der Wiener Philharmoniker" wurde hingegen abgesagt – er war für den 4. November vorgesehen, also einen Tag nach dem tödlichen Unfall von Georg Straka.

 

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