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Das Philharmonische Tagebuch

Nachrichten 2017

Mo, 06. Februar 2017

Prof. Reinhard Öhlberger

Nachrichten

 

76. Ball der Wiener Philharmoniker 2017

Makart Atelier ©  Benedikt Dinkhauser Makart Atelier | + Der 76. Ball der Wiener Philharmoniker fand heuer am Donnerstag, den 19. Jänner 2017 statt. Unser Orchestermitglied Prof. Mag. Paul Halwax hatte abermalig – zum dritten Mal – die Organisation in Händen, und wieder gab es einiges an neuen Ideen zur weiteren Ausgestaltung des Ballgeschehens. Das Kleeblatt des Ballkomitees bestand wie in den Vorjahren aus Rotraut Konrad, Madeleine Rohla-Strauss, Rudolf Hundstorfer und Dominique Meyer, die im Druck der Balleinladung titellos-schlank aufscheinen. Durch die jährliche Auswahl eines sinnvollen Zweckes, dem die Spenden zugunsten des Balles gewidmet sind, führt das Ballkomitee den schon seit Gründung des Balles verankerten Gedanken der Wohltätigkeit fort. Diesmal werden die Spenden des Ehrenkomitees sowie der Ehrengäste der Förderung junger Musikerinnen und Musiker zugute kommen.

Die feierliche Eröffnung begann traditionell mit dem Einzug der Ehrengäste, der musikalisch von der „Ausseer Fanfare“ von Gottfried von Freiberg, ehemaligem Orchestermitglied und nach 1945 Vorstand des Orchesters, sowie der „Wiener Philharmoniker-Fanfare“ unseres Ehrenmitgliedes Richard Strauss begleitet wurden. Ein Blechblasensemble des Orchesters wurde von Anton Mittermayr dirigiert. Danach erklang gespielt von den Wiener Philharmonikern unter der erstmaligen Stabführung von Maestro Semyon Bychkov die Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von unserem Gründer Otto Nicolai. In weiterer Folge trat das Jungdamen- und Jungherrenkomitee in Erscheinung; mit der Fächer-Polonaise von Carl Michael Ziehrer und dem Walzers „Die Schönbrunner“ op. 200 von Josef Lanner sowie der Polka „Tik-Tak“ op. 365 von Johann Strauß Sohn trat es in der Choreographie von Prof. Dkfm. Thomas Schäfer-Elmayer auf, unserem langfristigen Tanzmeister. Die große Anzahl der weiteren musikalischen Aktivitäten war wie gewohnt einem Faltblatt zu entnehmen, das dem Publikum beim Einlass dargeboten wurde.

Das Große Ballorchester unter der Leitung von Prof. Helmut Steubl kam im Wechsel mit der Tom Henkes Dance Band im Goldenen Saal zum Einsatz. Tanzgeschehen konnte man diesmal auch wieder im Brahmssaal erleben, wobei auf eine frühe Tradition zurückgegriffen wurde: Musikalisch in die Gründerzeit des Philharmonikerballes entführt war man mit dem Orchester „Divertimento Viennese“, das unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer von den Rängen des Saales Tanzmusik der 1920er und 1930er Jahre aufspielte. Im in den vergangenen zwei Jahren bestens etablierten Makart-Atelier im Gläsernen Saal kam es quer durch die Nacht zu einer weit gespannten Kette musikalischer Auftritte, wobei sich in der Moderation Barbara Rett mit dem Brüderpaar Andreas und Oliver Láng abwechselte.

Der Metallene Saal befand sich wie gewohnt in dezibel-intensiver Musikbeschallung unter dem Titel „K + K Vienna Diskothek“ und mit der bewährten Führung unseres Primgeigers Kirill Kobantschenko (der als DJ heuer zum 14. Mal fungierte) und wurde so zum Zentrum lauthalser Freuden. Ein mitternächtlicher Einschub an diesem Ort geschah folgendermaßen: „Sounds like Sidra – “ Jugendliche mit Migrationshintergrund drückten ihre Emotionen in Musik aus.

Hervorhebenswert im Foyer-Bereich zur Begrüßung des einströmenden Publikums: es waren heuer ehemalige Teilnehmer der Angelika-Prokopp-Sommerakademie, die sich hier unter der Leitung ihrer Tutoren präsentierten. Weiters wurden Tanzmusik aus Wien, Paris und Kopenhagen vom Salonorchester des Musikgymnasiums Wien geboten, im Rahmen der musikalischen Darbietungen im Makart-Atelier. Als ein weiterer Aspekt der Jugendförderung wurde das Ensemble „Wenzel Beck & Daphne B“ aufgeboten, das im Zug der vorjährigen Aktion „BePhilharmonic“ entdeckt wurde und jetzt am Philharmonikerball debütierte.

Dem 175jährigen Jubiläum entsprechend gab es eine von der Firma PORR Bau gesponserte Fotogalerie zur Geschichte des Orchesters im so genannten „Schulgang“, also der zwischen Großen Saal und Gottfried-von-Einem Saal gelegenen Räumlichkeit. Über hundert technisch hochwertiger Foto-Facsimili zogen die Augen und das Interesse der flanierenden Ballgesellschaft auf sich. Damit soll der Porr AG vertreten durch ihren Generaldirektor Ing. Karl-Heinz Strauss herzlicher Dank gesagt sein, und der Schulgang trug für die Ballnacht völlig zurecht den Ehrentitel „Porr-Spiegelgalerie“.

Es hat sich für den Ball schon seit mehreren Jahren ein Refugium der dem Tabakgenuß huldigenden Rauchergemeinschaft etabliert, das im Ballbericht deshalb seine Erwähnung finden soll, um generell herauszustreichen, dass das explizite Rauchverbot in sämtlichen Räumlichkeiten des Musikvereins auch für Ballnächte gilt. Der Gehsteigbereich des Gebäudes in Richtung zum Karlsplatz ist freilich von gewisser opulenter Breite, die es erlaubt, hier eine Phalanx von sieben miteinander verbundenen Zelten anzusiedeln. Sie stellen für den rauchenden Ballgast ein stilles Refugium ausserhalb aller strengen Verbotszonen dar.

Spezielles an Einsichten wurde im „Erste-Bank-Foyer“ geboten, in dem sich Orchestermitglied Oliver Madas (Schlagwerk) mit seinem Anliegen und seinem Interesse darstellen konnte. Aufgrund der Ausbildung zum Sommelier konnte Madas die Gelegenheit ergreifen, hier eine Auswahl von Weinen zu präsentieren und anzubieten, und zugleich mit Qualifikationen und fachlichen Erklärungen das Publikum zum Vergleichen anzuregen.

Unter den verschiedenen Ensembles die zum Vergnügen der Ballnacht beigetragen haben, mag eines hervorzuheben sein, das heuer erstmalig auftrat: die „Philharmonia Seconda“, vollständig aus Mitgliedern der Sekundgruppe bestehend, wobei aber auch vom Gebrauch der Violine auf die Bratsche und sogar noch tiefer abgeglitten wurde, in den violoncellistischen (Raimund Lissy) und gar in den Kontrabass-Bereich (Alexander Steinberger). Es steht zu hoffen, dass solche herzerfrischenden Einlagen auch in künftigen Philharmonikerbällen zum Einsatz kommen.

Bei der Ballspende haben sich die Damen über ein ästhetisches Produkt der Firma Augarten gefreut, den Herren wurde ein Schnupper-Abonnement der Klassik-Plattform Fidelio geboten sowie eine handliche knapp ein Kilogramm schwere Ausgabe des „Gault & Millau“.

 

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