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Das Philharmonische Tagebuch

Interna 2017

Mo, 09. Oktober 2017

Prof. Reinhard Öhlberger

Interna

 

Zum Ableben von Prof. Herbert Frühauf

Prof. Herbert Frühauf ©  Terry Linke Prof. Herbert Frühauf | + Herbert Frühauf wurde am 2. September 1939 in Iglau (Jihlava) in Mähren geboren und lebte in der Folge mit seiner schulischen und musikalischen Ausbildung in Wien. Er erhielt ab 1948 am Wiener Konservatorium Violinunterricht bei Kurt Hirschkron sowie Klavierunterricht bei Friederike Urz; 1958 legte er die Diplomreifeprüfung für Violine mit Auszeichnung ab. Bei Franz Samohyl an der damaligen Musikakademie setzte er sein Violinstudium bis 1963 fort, weitere Studien betrieb er bei Alfred Uhl in Komposition und Richard Hochrainer für Schlaginstrumente. Diese Fortbildung in musikalischer Hinsicht geschah schon größtenteils neben seiner beruflichen Karriere: bereits ab 1960 war er als Primgeiger im Orchester der Wiener Volksoper engagiert. Ein erfolgreiches weiteres Probespiel führte Frühauf in die Wiener Staatsoper, wo er ab 1. September 1964 zum Mitglied der Primgruppe wurde. Vier Jahre später erfolgte seine Aufnahme in den Verein Wiener Philharmoniker.

Herbert Frühauf wurde 1992 den Berufstitel Professor verliehen, weiters erhielt er das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg und den Ehrenring der Wiener Philharmoniker. Seine insgesamt vielseitigen musikalischen Interessen wußte er kompositorisch umzusetzen, bei dieser Tätigkeit legte er das Hauptgewicht auf kammermusikalische Werke. Er schrieb Lieder, eine Streicher-Sinfonietta, eine Pizzikato-Polka sowie einen Scherzkanon für acht Fagotte; außerdem bearbeitete er mehrere Werke, darunter solche von Richard Wagner, Gustav Mahler und Hugo Wolf. Kompositionen Herbert Frühaufs wurden in Österreich, Deutschland, Frankreich und Japan aufgeführt, ebenso wie sie im Österreichischen Rundfunk gesendet wurden.

Mit 1. September 2005 ging Prof. Herbert Frühauf in Pension; er ist damit einer derjenigen, die vormalig bei ihrem Engagement zur „Vergrößerungsgeneration“ des Orchesters gehörten, wie sie im Zug der Erweiterung des Staatsopernorchesters durch Direktor Herbert von Karajan geschaffen wurde; ebenso ist er mit seinem Einzug in den Ruhestand einer von vielen Jungpensionisten, die für die nachmalige Verjüngung des Orchesterverbandes Ursache sind. Immer noch am Instrument sehr wohl einsatzfähig, hat sich Prof. Herbert Frühauf als oft und gern eingesetzte Aushilfe im Orchester erwiesen. Außerdem war er nach einem Schlaganfall seiner Frau Ingrid ein äußerst bemühter und liebevoller pflegender Ehemann.

Die Wiener Philharmoniker werden Prof. Herbert Frühauf ein würdiges und ehrendes Andenken bewahren.

 

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