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Das Philharmonische Tagebuch

Aktivitäten 2017

Fr., 20. Oktober 2017

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Konzerte und Tournee mit Zubin Mehta

Von 26. September bis 9. Oktober hatten die Wiener Philharmoniker mit ihrem Ehrenmitglied Maestro Zubin Mehta eine intensive Arbeitsphase, die auch mit einer Konzertreise (diese aufgeteilt in mehrere Sektionen) verbunden war. Das Programm bestand im Kern aus Werken von Johannes Brahms (Tragische Ouvertüre in d-Moll, op. 81), Joseph Haydn (Sinfonia Concertante in B-Dur, Hob. I / 105) und Béla Bartók (Konzert für Orchester, Sz 116), mit anlassgerechter Variierung. Das Solistenquartett bei Haydn bestand aus Rainer Honeck, Violine, Robert Nagy, Violoncello, Martin Gabriel, Oboe, und Sophie Dartigalongue (Wiener Staatsoper), Fagott.

Die erstgenannte Konzertreihenfolge galt für folgende Konzerte:
Freitag, 29. September 2017, Bratislava, Slowakische Philharmonie
Samstag, 30. September 2017 nachmittags, Wiener Musikverein, Gesellschaftskonzert
Sonntag, 1. Oktober 2017 vormittags, Wiener Musikverein, Gesellschaftskonzert
Donnerstag, 5. Oktober 2017, Paris, Théâtre des Champs Élysées
Freitag, 6. Oktober 2017, Baden-Baden, Festspielhaus
Samstag, 7. Oktober 2017, Berlin, Staatsoper unter den Linden
Sonntag, 8. Oktober 2017, Mailand, Teatro della Scala

Für das Konzert in Budapest in der Béla Bartók Concert Hall am Dienstag, den 3. Oktober 2017 gab es einen historisch bedingten Anlass, ein hundertfünfzigjähriges Jubiläum, auf das sich Ungarn gerne besinnt: den so genannten „Ausgleich“ von 1867 zwischen der Habsburgermonarchie und der ungarischen Reichshälfte, der für das darauffolgende halbe Jahrhundert die Einführung der k.u.k. Doppelmonarchie und der Begriffe „Cisleithanien“ und „Transleithanien“ bedeutete. In später Konsequenz erforderte das Jubiläum für die Gestaltung ein leicht geändertes Konzertprogramm. Man begann mit der „Festival Ouvertüre“ von Ferenc Erkel (dem Begründer der ungarischen Nationaloper), setzte mit Haydn und Bartók fort, und als Schlusspunkt des Regulärprogrammes wurde von Johann Strauß der Walzer „An der schönen blauen Donau“ op. 314 gespielt, welcher ja heuer ebenfalls seinen 150. Geburtstag feiert. Dieses Konzert wurde auch vom Fernsehen aufgezeichnet.

Die ausländischen Destinationen erhielten Zugaben; in Bratislava, Paris, Berlin und Mailand wurden von Johann Strauß der Walzer „Frühlingsstimmen“ op. 410 dargeboten, in Budapest und Baden-Baden dagegen von ebendemselben die Polka schnell „Unter Donner und Blitz“ op. 324. 

Der Lindenoper in Berlin wird derzeit ein ähnliches Schicksal zuteil, wie es mit der Bautätigkeit um den Flughafen Schönefeld bestellt ist. Sie wird nicht und nicht fertig. Zwar schon anfangs Oktober eröffnet, jetzt aber wieder wegen der Restarbeiten bis Dezember meistenteils nicht zugänglich. Für das Gastspiel des Orchesters wurden die Renovierungsarbeiten unterbrochen, das Haus temporär geöffnet, um dann wieder in den zwischenzeitlichen Traumzustand von noch ausständigen Reparaturen und Verschönerungen mit weiter eingesprenkelten Veranstaltungen zu sinken. Aus der DDR-Zeit ist hier noch deutlich das Gastspiel der Wiener Staatsoper von 1987 („Le Nozze di Figaro“ unter Lothar Zagrosek) in Erinnerung, wie die Lindenoper nach längerer Renovierung sich als Prachtbau des Regimes zur 750-Jahrfeier der Stadt präsentieren konnte. Die Stuckarbeiten und das äußerliche Erscheinungsbild zeigten die schon für damals vorbildhafte Handwerkskunst vor, ebenfalls erneuerte Installationen bewiesen mit ihren Armaturen und der offen verlegten Verrohrung dagegen sozialrealistische Erbärmlichkeit.

Das Konzert in Mailand fand entgegen dem üblichen Brauch ohne Pause statt: es ist hier nur ganz am Rande von der Zeitnot zu berichten, in der sich Maestro Zubin Mehta befand, um direkt nach dem Konzert noch einen wichtigen Anschlußflug nach Tel-Aviv zu erreichen, was ihm mit gleichermaßen „wehenden Frackschößen“ auch wahrhaftig noch gelungen ist.

 

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