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Das Philharmonische Tagebuch

Fr, 17. März 2017

Prof. Reinhard Öhlberger

Aktivitäten

 

Konzertreise in die USA

Im Anschluss an das 5. Abonnementkonzert und an die 4. Soirée, beide geleitet von Franz Welser-Möst, fand eine Orchestertournee nach den USA statt, die mit der traditionsreichen alljährlichen Anwesenheit der Wiener Philharmoniker in New York für drei Konzerte ihren Anfang nahm. Diese „Wiener-Philharmoniker-Woche“ in der Carnegie Hall dauert zwar kürzer als die sieben Tage einer Woche, ist aber aufgrund ihrer Intensität mit einem solchen Zeitraum absolut gleichzusetzen.

Zur Aufführung gelangte am Freitag, 24. Februar in der Carnegie Hall das Programm des letzten, fünften Abonnementkonzerts mit Franz Schubert, Ouvertüre „Rosamunde“ D 644, René Staar, der US-Premiere von „Time Recycling“ op. 22n, sowie Richard Strauss, „Ein Heldenleben“ op. 40 (mit Volkhard Steude an der Solovioline). Als Zugabe erklatschte sich das Publikum von Johann Strauß Sohn den Walzer „Frühlingsstimmen“ op. 410. 

Am darauf folgenden Tag, den 25. Februar, gab man mit Rudolf Buchbinder als Solisten von Johannes Brahms das Konzert für Klavier Nr. 1 in d-Moll op. 15; nach der Pause spielte das Orchester von Franz Schubert die Symphonie Nr. 7 in h-Moll D 759 und von Béla Bartók die Ballettsuite „Der wunderbare Mandarin“ op. 19. Nach einem solchen wild-kraftvollen Schluss empfahl sich als kontrastierende Zugabe von Josef Strauß die Polka mazur „Frauenherz“ op. 166. 

Am darauffolgenden Sonntag, den 26. Februar fand das Konzert so wie in den letzten Jahren bereits um 14:00 Uhr statt, mit dem Programm des in Wien gespielten Konzerts im Soireen-Zyklus: von Arnold Schönberg „Verklärte Nacht“ op. 4 in der Fassung für Streichorchester, und darauf von Franz Schubert die Symphonie Nr. 8 in C-Dur D 944, die „Große C-Dur“. Den Kehraus machte von Josef Strauß die Polka schnell „For ever“ op. 193. Bereichert wurde der Tag durch die gewohnte Prozedur des vorherigen Hotel-Checkouts und des unmittelbar auf das Konzert folgenden Weitertransports –aber nicht heimwärts, sondern „zwei Häuser weiter“, also knappe 700 Kilometer südwestlich nach North Carolina. 

In Chapel Hill, in der dortigen Carolina Performing Arts Memorial Hall, debütierten die Wiener Philharmoniker am Montag, den 27. Februar mit dem gerade am Vortag gespielten Programm. Die Reise ging am Folgetag weiter in den Süden nach Florida, mit dem Ziel des vom Vorjahr schon bekannten Naples. Hier brachte das Orchester am Mittwoch, den 1. März in der Francis Pew Hayes Hall des Artis-Naples Center das Abonnementkonzertprogramm so wie von New York am 24. Februar (Schubert, Staar, Strauss, Strauß), und am Freitag, den 3. März die Zusammenstellung wie in New York am 25. Februar (Brahms, Schubert, Bartók, Jos. Strauß). Die Rückflüge nach Wien erfolgten dann am Samstag, den 4. März.

Einen völlig eigenen Akzent setzte man auf dieser Tournee erstmalig durch die Präsenz des Historischen Archivs, das nicht nur durch den Leiter Wolfgang Plank auf der Reise vertreten war, sondern auch in Gestalt von Frau Dr. Silvia Kargl und Dr. Friedemann Pestel von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Es ging dabei um die Gestaltung einer Ausstellung anläßlich unseres 175-Jahr-Jubiläums, die in New York im Austrian Cultural Forum am 22. Februar eröffnet wurde. Hier besteht ja außerdem eine Sonderbeziehung zum New York Philharmonic Orchestra, mit dem wir das Gründungsjahr 1842 teilen. Aus diesem Grund geschah auch die Präsentation unserer historischen Zimelien gemeinsam mit archivalischen Unikaten des am Ort jubilierenden Orchesters.

Die musikalische Umrahmung der Eröffnung wurde folgerichtig von Musikern beider Orchester ausgerichtet: Man spielte von Wolfgang Amadeus Mozart das Klarinettenquintett KV 581 mit Daniel Ottensamer, Klarinette, Daniel Froschauer und Harald Krumpöck, Violinen, zusammen mit Cynthia Phelps, der Solobratscherin, und Carter Brey, dem Solovioloncellisten des New York Philharmonic. Die Exponate werden übrigens nach dem Ende der Ausstellung von New York ins Wiener Haus der Musik überführt und dort ab 28. März gezeigt werden. 

Weiters ging es um ein künstlerisches Projekt der Fotografin Nives Widauer, die unter dem Schlagwort „Rakete“ ein „Installatives Setting“ zusammengestellt aus Instrumenten-Transportkisten bereits im November-Dezember 2014 im Wiener Oberen Belvedere präsentiert hat. Dieses Setting wurde hier nachgestellt. Ein Hauptpunkt war freilich die Vortragstätigkeit von Dr. Kargl und Dr. Pestel, die zum Jubiläum Referate hielten: eines mit dem Titel „175 Jahre Wiener Philharmoniker“ und ein zweites mit dem Titel „Ambivalente Loyalitäten“, das die Situation des Orchesters während der NS-Zeit im Licht neuer Forschungsergebnisse betrachtet und damit einen weiteren Beitrag zur historischen Aufarbeitung darstellt. Diese Vorträge wurden sowohl in New York als auch in Chapel Hill und Naples gehalten.

 

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