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Das Philharmonische Tagebuch

Mo., 18. Mai 2020

Wiener Philharmoniker

Aktuelles

 

Aerosolausstoßtest: Geringes Infektionsrisiko durch die Verbreitung von Atemluft von Musikern

"Die Wiener Philharmoniker wollen einen positiven Weg gehen. Wir lassen uns testen - ähnlich wie beim Sport. So haben wir bereits Antikörpertests gemacht und an einer Aerosolausstoßtestung teilgenommen und stellen diese Ergebnisse dem Gesundheitsministerium und der Öffentlichkeit gerne zur Verfügung. 
Höchste Qualität können wir dann bieten, wenn wir unter einigermaßen normalen Umständen spielen. Um musikalisch und künstlerisch in gewohnter Weise zu funktionieren, um die Homogenität und Qualität im Klang unseres Orchesters zu garantieren, um mit den Kollegen nonverbal kommunizieren zu können, wollen wir nicht alleine am Pult sitzen und zu große Abstände halten - wir haben nach Lösungsansätzen gesucht und daher die Tests beauftragt,"
so der Vorstand der Wiener Philharmoniker, Daniel Froschauer.

Der untersuchende Arzt der Aerosolausstoßtestung, Prof. Dr. Fritz Sterz, fasst die Ergebnisse - wie folgt - zusammen:
"Das Hauptaugenmerk dieses Tests lag darin zu untersuchen und zu dokumentieren, wie während des Spielens Luftströme bei den Instrumenten bzw. den Musikern verlaufen.

Mit 4-8 Liter Sauerstoff pro Minute wurde mit einer Düse in einem kleinen Behältnis mit 0,9% Kochsalz Nebel (= Aerosol) erzeugt. Mit kleinen Sonden in den Nasenöffnungen wurde den Musikern dieser Nebel kontinuierlich zusätzlich zum Atmen verabreicht. Die Verstreuung des Aerosols in den oberen Atemwegen war damit gewährleistet. In einem schwarz ausgekleideten Raum befanden sich hinter dem jeweiligen Musiker links und rechts besonders starke Scheinwerfer, um das Ausströmen der Aerosole sichtbar zu machen. Dadurch war es möglich, die Verteilung der Ausatmungsluft im Gegenlicht zu visualisieren und fotographisch zu dokumentieren.

Ruhiges der Norm entsprechendes Aus- und Einatmen zeigte um den Bereich von Mund und Nase aller Musiker eine Nebelwolke von maximal ~50cm. Bei den Streichern blieb dies während des Musizierens im Kopfbereich unverändert. Die Bläser bildeten Wolken ähnlicher Größe im Bereich von Mund, Nase und Kopf, unabhängig von der Atemtechnik. Die Wolke präsentierte eine vermehrte Wirbelbildung, sodass sich eine der Kugel annähernde Form nicht mehr zeigte. Aus den Blasinstrument-Öffnungen entwich kein oder nur kaum sichtbares Aerosol. Beim Querflötenspiel entwich aus der Öffnung am Ende des Instruments eine größere Menge an Aerosol, welches zu einer Wolkenbildung in der Ausdehnung von ca. ~75cm führte. Eine Ausdehnung der Ausatemluft eines Künstlers von mehr als ~80cm ist daher nicht zu erwarten."


 

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