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Das Philharmonische Tagebuch

Nachrichten 2012

Do, 19. April 2012

Nachrichten

 

Präsentation der Sondermarke Wiener Oboe

Am 26. März 2012 wurde im „Haus der Musik“ die Sondermarke „Wiener Oboe“ präsentiert. Nach Ansprachen von Peter Mayrhofer, Lehrbeauftragter der Musiklehranstalten Wien für Oboe und Kammermusik und Sohn unseres langjährigen ersten Oboisten Karl Mayrhofer, sowie von Vorstand Dr. Clemens Hellsberg stellte Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor der Österreichischen Post AG, die Briefmarke vor, die von Maria Schulz geschaffen wurde und einen Nennwert von 90 Cent sowie eine Auflage von 250.000 Stück hat. Die musikalische Gestaltung der Feier erfolgte durch das „Wiener Oboen-Trio“: Harald Hörth, Josef Bednarik (Orchester der Wiener Volksoper; Obmann der „Gesellschaft der Freunde der Wiener Oboe“) und Wolfgang Plank spielten den ersten Satz aus Ludwig van Beethovens Trio in C-Dur für zwei Oboen und Englischhorn, op. 87, und zwei Kompositionen von Josef Bednarik („Walzer für Helmut“ bzw. „Fox for Martha“).

Die Wiener Oboe ist der klassischen Oboe baulich und klanglich näher als die international gebräuchliche französische Oboe. Ihr obertonreicher, in den tiefen Lagen weicherer und in der Höhe spitzerer Klang zählt zu den wesentlichen Charakteristika des musikalischen Erscheinungsbildes der Wiener Orchester und ist für die Wiener Philharmoniker von essentieller Bedeutung. Im Jahre 1952 wurde das Philharmonia Orchestra London bei einem Gastspiel von der Wiener Presse äußerst kühl aufgenommen. Als im darauffolgenden Jahr die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler in Edinburgh konzertierten, gab es ebenfalls schlechte Kritiken. Diese berührten so grundsätzliche Fragen, daß sich Furtwängler zu einem bemerkenswerten Brief veranlaßt sah: „Wie die einzelnen Länder, so haben sich auch die verschiedenen Typen von Orchestern besonders im letzten halben Jahrhundert stark gewandelt und voneinander wegentwickelt. In Frankreich, Holland, England, Amerika herrscht heute der französische Orchestertyp, besonders charakterisiert durch die französischen Holzbläser mit ihrem stark ausgebildeten Vibrato, aber auch in Behandlung der Streicher und der Blechbläser von den deutschen und österreichischen Orchestern verschieden. So war z. B. auffallend, daß der vorzügliche Oboer des englischen Orchesters in Wien keinen Anklang fand und die Leistungen unseres Oboers [Hans] Kamesch, der mit Recht als einer der besten seines Faches überhaupt betrachtet wird, in England als ‚völlig unzulänglich‘ besonders hervorgehoben wurden. Gewiss wird die Musik von Debussy und Ravel durch ein ‚französisches‘ Orchester zutreffender wiedergegeben werden können als durch ein deutsches. Andererseits aber dürfen wir nicht ausser acht lassen, dass Mozart und Beethoven, Schubert und Brahms, Wagner, Bruckner und Strauß [!] ein Orchester wie die Wiener Philharmoniker in den Ohren hatten, als sie ihre Werke schrieben.“

 

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