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Das Philharmonische Tagebuch

Sa, 16. Juni 2012

Aktivitäten

 

Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker Schönbrunn 2012

Sommernachtskonzert 2012
Fotos: R. Schuster

Am 7. Juni 2012 luden die Wiener Philharmoniker, die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft und die Österreichischen Bundesgärten zum neunten Mal in den Schloßpark. Das "Sommernachtskonzert Schönbrunn" ist längst zu einem Fixpunkt geworden und nicht nur bei der Wiener Bevölkerung, sondern durch die Fernsehübertragung in mehr als sechzig Länder auf allen fünf Kontinenten auch international glänzend etabliert. Das heurige Konzert, dem rund 100.000 Menschen bei freiem Eintritt bewohnten, war dem Motto "Tanz in der Oper", visuell unterstützt durch die Vereinigung Wiener Staatsopernballett (Choreographie: Gregor Hatala), ebenso gewidmet wie einem der wichtigsten Wegbereiter der Moderne - am 22. August 2012 feiert die Musikwelt den 150. Geburtstag des großen französischen Impressionisten Claude Debussy. Erstmals dirigierte der 30jährige Venezolaner Gustavo Dudamel, der im September 2007 an unserem Pult debütierte, das "Sommernachtskonzert Schönbrunn", dessen Programm den Stellenwert unterstrich, welchen einige der größten Opernkomponisten dem Tanz beimaßen. Peter Iljitsch Tschaikowsky (Polonaise aus "Eugen Onegin"), Modest Mussorgsky (Tanz der persischen Sklavinnen aus "Chowanschtschina") und Alexander Borodin (PolowetzerTänze aus "Fürst Igor") repräsentierten die russische Oper. Das deutsche Musikdrama war durch Richard Strauss' "Salome" (Tanz der sieben Schleier) vertreten, die italienische Oper durch den "Stundentanz" aus "La Gioconda", Amilcare Ponchiellis populärstem Werk. Die Wiedergabe von "La Mer - Drei symphonische Skizzen für Orchester" war hingegen eine ganz 'besondere Hommage an Claude Debussy: Der wie Schloß Schönbrunn zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Schloßpark bildete eine einzigartige Kulisse für diese ebenso virtuose wie hintergründige Schilderung von Naturimpressionen. Die erste Zugabe bildete traditioneller Weise der Walzer "Wiener Blut", op. 354, von Johann Strauß, zum Abschluß des Konzerts dirigierte Gustavo Dudamel das Intermezzo aus der Zarzuela "La boda de Luis Alonso" von Geronimo Gimenez.

Neben seiner gesellschaftspolitischen, künstlerischen und medialen Bedeutung bildet das "Sommernachtskonzert Schonbrunn" Jahr für Jahr eine besondere Herausforderung für die Ausführenden wie für die Organisation und die Fernsehübertragung. Die über 700 (!) Mitarbeiter wurden wiederum vom Künstlersekretariat Buchmann GmbH geleitet, der ORF brillierte erneut mit Inspiration und technischer Meisterschaft, und die European Broadcasting Union sowie Highlight, die TV-Marketingfirma der Wiener Philharmoniker, sorgten dafür, daß die Anzahl der Länder, die das Konzert übertrugen, über jener des Vorjahres lag. In Österreich wurde das Konzert von 440.000 Menschen gesehen, was einen Marktanteil von 19 Prozent bedeutete.

Ein derartiges Großereignis ist nicht ohne effiziente Hilfe diverser Institutionen möglich. Es sei daher auch an dieser Stelle unserem Exklusivpartner ROLEX, der Oesterreichischen Nationalbank, Münze Österreich, ZZ Vermögensverwaltung, Bank Austria, dem Bundeskanzleramt, dem Außenministerium und Wien Kultur sowie Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft und den Österreichischen Bundesgärten gedankt, daß sie uns dabei unterstützten, das "Sommernachtskonzert Schönbrunn 2012" zu realisieren.

 

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