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Das Philharmonische Tagebuch

Mi, 10. Dezember 2014

Prof. Reinhard Öhlberger

Nachrichten

 

Musikvermittlung „passwort:klassik“

Zu den vielfältigen Bemühungen der Wiener Philharmoniker um das Interesse der Jugend an der uns so lebenswichtig erscheinenden Musik zu steigern, gehört neben der Angelika-Prokopp-Sommerakademie, dem Orchesterinstitut Attergau oder dem hier im Tagebuch erwähnten Wiener Musikgymnasium, dem das Orchester seine Patronanz gewidmet hat, auch die begleitende professionelle Musikvermittlung. Hier haben sich Frau Mag. Hanne Muthspiel-Payer und ihr Team sowie die für die Organisation zuständige Mag. Nicola Kahlig mit ihrer verdienst-vollen Tätigkeit und vielen Aktivitäten einen Wirkungskreis geschaffen. 

Das wird schon in den Sommerprojekten ersichtlich, wenn zur Salzburger Festspielzeit ein Workshop zu den aktuell laufenden Opernproduktionen abgehalten wird: Unter dem Titel „Operncamp“ erfahren die jungen Menschen, was es bedeutet, in die Geisteswelt eines solchen Werkes einzutauchen, sich selbst dabei kreativ einzubringen und zusammen mit Gleichaltrigen eine eigene Werkschau auf die Beine – bzw. eben auf die Bühne zu stellen.

Konzertpädagogische Bemühungen ziehen sich dann während der gesamten Saison wie ein roter Faden durch die Programme. Schlagworte wie das schon geraumer Zeit in Gebrauch stehende „passwort:klassik“, sollen dabei das jugendliche Publikum ansprechen und ebenso den so oft mit Schwellenangst behafteten Zutritt zur „Hochkultur“ erleichtern. 

Es werden weiters in Voraus-Kontaktnahmen mit einzelnen Orchestermitgliedern persönliche kleine Brücken gebaut, die hier die Wege bereiten sollen. Verständlich, dass ein vormals gerade noch wie „zum Anfassen“ erlebbarer Mensch mit Musikinstrument in der Hand, der sich wenig später als ein im Kontext eines Ensembles Werkender entpuppt, Beziehungen zu schaffen vermag. In solchen kleinen Schritten liegen manchmal die Erfolge, die sich für aktuell noch überhaupt nicht zu Buche schlagen mögen – aber vielleicht später einmal den lebenserfrischenden Konsum von klassisch-ernster Musik als jene Bereicherung erkennen lassen, als die wir Ausübende selbst sie empfinden.

„Kundenakquisition“ für spätere Zeitläufte wäre freilich ein gar zu biederes Schlagwort, das diesen Zielen nicht gerecht wird. Es geht um den momentan als zu leichtgewichtig empfundenen Schulunterricht in den musischen Fächern, dem man hier man hier gebührenden Stellenwert zu geben versucht. Das Projekt speist sich aus der substantiellen jährlichen Zuwendung einer hochherzigen Persönlichkeit, die ungenannt bleiben möchte und ihr Engagement ausdrücklich der Jugendarbeit widmet. Es steht zu wünschen, daß derartige Aktivitäten, unter wessen Ägide auch immer sie stattfinden, in Zukunft weiterhin betrieben, ernst genommen und als für das Musikland Österrreich wichtig und richtig erkannt werden.



 

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