17. Februar 2022

Gedenksteine für alle Mitglieder der Wiener Philharmoniker, die Opfer der Shoa und des Nationalsozialismus wurden


© Julia Wesely

Der Vorstand der Wiener Philharmoniker Daniel Froschauer möchte am 180. Gründungstag des Orchesters, am 28. März 2022, all jener Kollegen und ihrer Familien gedenken, die Opfer der Shoa und des Nationalsozialismus wurden.

Es wurden dafür 17 Steine des Gedenkens hergestellt, die in den kommenden Monaten vor jene letzten Wohnorte in Wien verlegt werden, die im Historischen Archiv der Wiener Philharmoniker als ihre Adressen verzeichnet sind.

Am 17. Februar wurden die Gedenktafeln im Rahmen einer Probe im Wiener Musikverein den Orchestermitgliedern gezeigt. 

Daniel Froschauer: "Die Steine sind Orte des Gedenkens, die den Opfern jene Würde zurückgeben möchten, die ihnen einst versagt wurde, und die auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Jeder dieser Steine erzählt eine Lebensgeschichte eines Musikers, der aus rassistischen und ideologischen Gründen zu einem Fremden stigmatisiert wurde, obwohl er einer der Unseren war. Für die Realisierung dieses Projekts gilt unser großer Dank Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, der dieses wissenschaftlich begleitet hat und dem Verein Steine des Gedenkens und seinem Vorstand, DI Thomas Breth sowie seinem Vizevorstand Mag. Gerhard Burda, die ehrenamtlich die organisatorische Abwicklung der Produktion der Steine sowie deren Verlegung vorgenommen haben."