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Das Philharmonische Tagebuch

Nachrichten 2017

Do, 13. April 2017

Prof. Reinhard Öhlberger

Nachrichten

 

Feiern zum 175-jährigen Bestehen

Das Jubiläum zum 175jährigen Bestehen der Wiener Philharmoniker gestaltete sich mit zwei Schwerpunkten. Ein solches „halbrundes“ Fest sollte nach der Idee des Führungsteams nicht Anlaß zu großer Phrase und feierlich-erhabener Selbstdarstellung sein, sondern auch einerseits nach innen wirken, und zugleich den Effekt der Präsentation in einer historischen Aufarbeitung suchen.

Dem „Innen-Effekt“ wurde Rechnung getragen mit einem familiären Beisammensein der Orchestermitglieder und ihrer Angehörigen sowie der Mitarbeiter am Vorabend des eigentlichen Geburtstages, also am 27. März. Die Feier fand nach der Generalprobe zu „Parsifal“ im Gustav Mahler-Saal der Staatsoper statt. Der genannte Saal stellt damit seine multifunktionelle Verwendung unter Beweis: kein Orchestermitglied, das nicht hier (und ausschließlich hier) in diesem Raum durch Hölle und Himmel eines zu bestehenden Probespiels gegangen wäre; und so viele Musikerinnen und Musiker, die ebenda beim bestens eingeführten Kammermusik-Zyklus aufgetreten sind. 

Die begrüßende Rede des Hausherrn und Musikfans Direktor Dominique Meyer hat dabei vieles an der Emotion der Symbiose der beiden Institutionen Opernhaus und Philharmonischer Musiziergemeinschaft anklingen lassen. Vorstand Andreas Großbauer ging voll auf diese Sympathiebekundung ein und konnte die vielfachen Aspekte der philharmonischen Tätigkeit sowie ihre Resonanz in der Öffentlichkeit lebhaft darstellen. Für ein weiteres kontinuierliches Standbein des Orchesters sprach Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler mit ihrer launigen Gratulation, die den Wiener Philharmonikern ein Salzburger Wesensmerkmal nicht so einfach andichtet, sondern als eine essentielle Eigenschaft darstellt („Ihr seid eben auch Salzburger Philharmoniker!“). Kanzleramtsminister Thomas Drozda beschloß den Reigen der rhetorischen Abteilung des Abends. Es darf nicht ohne Erwähnung bleiben, dass dem daraufhin gebieterischen Ruf des eröffneten Büffetts bedingungslos Folge geleistet wurde.

Im weiteren Verlauf des Abends gestaltete sich noch eine Präsentation anläßlich des Jubiläums in Zusammenarbeit mit der Wiener Firma Pro-Ject Audio Systems, vertreten durch ihren Direktor Heinz Lichtenegger. Es war ja nicht unbedingt zu erwarten gewesen, dass die „gute alte Schallplatte“ und ihr Klangerlebnis wieder ein substantielles Comeback feiern würde, tatsächlich ist das aber der Fall. Zum 175er wird nun eine limitierte Auflage von signierten und in spezieller Fertigung produzierten Plattenspielern dargeboten. Aus Werkstoffen und Materialien von Streichinstrumenten entstehen dabei wieder Musikinstrumente: Das Chassis des Gerätes ist aus Holz wie für Violinen gebaut, Lack und Patina entsprechen ebenfalls den Methoden des Geigenbaus.

Am 28. März wurde im Haus der Musik die Eröffnung der gemeinschaftlichen Ausstellung New York Philharmonic – Wiener Philharmoniker vorgenommen. Im Rahmen des philharmonischen Tagesbuches ist dem Jubiläum der beiden Orchester schon im letzten Abonnementprogrammheft Rechnung getragen worden: im Rahmen der USA-Tournee wurde von einer (weniger umfangreich als jetzt in Wien gehaltenen) Darstellung im Austrian Cultural Forum in New York berichtet. Zum Pressetermin am Vormittag hatte das Historische Archiv in seinen neu erworbenen Raum im Haus der Musik geladen. Dr. Silvia Kargl und Dr. Friedemann Pestel stellten zusammen mit Barbara Haws vom Archiv der New Yorker Philharmoniker Originale und archivalische Zimelien der beiden Archive vor. Diese werden dann im Rahmen der Ausstellung (bis Anfang Jänner 2018) als Facsimili bzw. als Bildschirm-Scans einzusehen sein. Im Foyer des Hauses der Musik hat Nives Widauer ihre aus Instrumenten-Transportkisten gefertigte „Raketen“-Installation wiedererstehen lassen.

 

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