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Das Philharmonische Tagebuch

Mo., 30. Dezember 2019

Prof. Reinhard Öhlberger

Interna

 

Zum Ableben von Prof. Dietfried Gürtler

Dietfried Gürtler ©  Terry Linke Dietfried Gürtler | + Am 15. Dezember verstarb unser langjähriges Orchestermitglied Prof. Dietfried Gürtler. Dietfried oder Dieter (wie er immer wieder genannt wurde) Gürtler war eine Persönlichkeit, an die man sich über lange Zeitspannen zu erinnern vermag. Die Funktion im Orchester als Stimmführer der Cellogruppe hat er vom Beginn seiner Mitgliedschaft bis zur Pensionierung ausgeübt.

Dietfried Gürtler wurde am 12. September 1938 in Wien geboren und erhielt ab seinem achten Lebensjahr Klavierunterricht; er studierte ab 1952 am Konservatorium der Stadt Wien bei Frieda Litschauer-Krause (einer Unterrichtslegende, die erfolgreich eine ganze Reihe von Schülern in Orchesterpositionen zu verzeichnen hat) Violoncello. Mit seiner Lehrerin gemeinsam wechselte er 1955 an die damalig so genannte Musikakademie, und erwarb dort 1963 im Konzertfach sein Diplom. Bereits direkt nach seiner Matura im Jahr 1956 konnte Dietfried Gürtler als Solocellist im Ensemble der Jeunesses Musicales reüssieren, ebenso in anderen Formationen wie der Bachgemeinde Wien, dem Wiener Barockensemble, der Wiener Kammeroper sowie dem Wiener Kammerorchester. Ein prestigeträchtiges Engagement trat Dieter Gürtler ab 1. Dezember in der Wiener Volksoper an, wo er für mehr als fünf Jahre die Position des Solocellisten innehatte. Nach einem erfolgreich abgelegten Probespiel für die Wiener Staatsoper im Herbst 1965 wechselte er ab 1. April 1966 in das Haus am Ring, und wurde bereits ein Jahr später zum Stimmführer der Cellogruppe. Ab dem 1. September 1969 war Dieter Gürtler in den Verein Wiener Philharmoniker aufgenommen.

Außerhalb der vielseitigen Orchesterbeschäftigung war Prof. Dietfried Gürtler auch in der Kammermusik erfolgreich. Er gehörte mehrere Jahr dem Seifert-Quartett an und formierte mit seiner Frau Hedda (Primgeigerin im Wiener Volksopernorchester) und seinem jüngeren Bruder Wolfgang (dieser von 1977 bis 2012 als Kontrabassist bei den Wiener Philharmonikern, ebenfalls langjähriger Stimmführer) das Gürtler-Trio. Dietfried Gürtler erhielt 1992 den Professorentitel, und wurde weiters mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt.

Seine ernsthafte Art, mit seinen beruflichen Pflichten umzugehen, und sein außerordentliches Pflichtbewußtsein waren für Prof. Gürtler in besonderer Weise kennzeichnend. Der gemessen-freundliche Umgangston auch mit jungen Kollegen im Orchester war stets mit einer gewissen Wertschätzung verbunden, die dem jeweiligen Gesprächspartner gleichermaßen eine Ebene des besseren Verständnisses zuwies. Alle, die ihn noch gekannt und in dieser Form zu schätzen gelernt haben, werden sich nachhaltig an Prof. Gürtler erinnern und diese Erinnerung in Ehren halten.

 

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